Bei einer Medienkonferenz zum geplanten Tiefenlager für die Endlagerung von Atommüll in Stadel ZH haben die Verantwortlichen am Montagnachmittag genauere Angaben zu den Oberflächenanlagen gemacht: Voraussichtlich müssen 22 Grundeigentümer enteignet werden. Sie wurden bereits informiert.

Von den 22 Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer befinden sich 18 am Standort Nördlich Lägern bei Stadel ZH, wo das Tiefenlager gebaut werden soll, wie Monika Stauffer vom Bundesamt für Energie an der Medienkonferenz sagte.

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Diese Bodenbesitzer müssen Land hergeben, weil für die Oberflächenanlagen im Haberstal rund sechs bis acht Hektaren Land nötig sind. Wie viel Geld sie erhalten, ist derzeit unklar.

Neben der eigentlichen Pforte in den Schacht sind für den Betrieb des Tiefenlagers zahlreiche Gebäude notwendig, von denen einzelne bis zu 30 Meter hoch werden. Für mehrere Jahre dürfte dies die grösste Baustelle des Landes werden.

«Heisse Zelle» im Aargau

Vier weitere Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer werden am Standort Würenlingen AG Land abtreten müssen. Dort soll die Verpackungsanlage für die Brennstäbe, die sogenannte «Heisse Zelle», gebaut werden. Bereits heute befindet sich dort, beim heutigen Zwischenlager, eine solch roboterbetriebene Anlage.

Sie muss mit dem Bau des Tiefenlagers jedoch ausgebaut werden, was zusätzliches Land benötigt. Bei den Eigentümerinnen und Eigentümern handelt es sich nicht nur um Privatpersonen, einige Parzellen gehören auch Gemeinden oder den Kantonen Zürich und Aargau.

Anlässe für die betroffene Bevölkerung

Die Bevölkerung der betroffenen Region Nördlich Lägern wird in den kommenden Tagen Gelegenheit haben, sich an mehreren Veranstaltungen zu informieren und Fragen zu stellen. Ein erster Anlass für die Bevölkerung ist am Dienstag in Stadel geplant, ein zweiter am Mittwoch in Bülach. Am Donnerstag wird schliesslich die Bevölkerung von Hohentengen in Deutschland informiert.

(SDA)