So viel wäre nach einer aktuellen Analyse der Agentur nötig, um das bei der Pariser Klimakonferenz 2015 vereinbarte Ziel zu erreichen, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

"Die Energiewende ist noch weit vom richtigen Weg entfernt und wenn wir in den nächsten Jahren nicht auf radikale Massnahmen setzen, werden die Chancen, unsere Klimaziele zu erreichen, geschmälert oder gar zunichte gemacht", erklärte Irena-Generaldirektor Francesco La Camera.

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Höhere Energie-Effizienz nötig

Neben einem massiven Ausbau erneuerbarer Energien braucht es laut Irena unter anderem deutliche Verbesserungen bei der Energieeffizienz und die Elektrifizierung des Endverbrauchs, zum Beispiel mit Elektroautos und Wärmepumpen.

Zwar lägen Wind- und Sonnenenergie bei Neuinvestitionen im Energiesektor vorne, doch Industrie und Endverbraucher nutzten weiterhin häufig Gas, etwa beim Heizen. Im Verkehr dominiere weiterhin Öl. Nötig sei eine stärkere Nutzung von Wasserstoff, Biomasse und die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid.

Weitere Anstrengungen nötig

Die Hilfsprogramme in der Corona-Pandemie betrachten die Experten als vertane Chance. Lediglich 6 Prozent der 15 Billionen US-Dollar, die die G20-Staaten dafür ausgegeben hätten, seien in den vergangenen beiden Jahren in klimafreundliche Energien geflossen, schreibt Irena unter Berufung auf eine Studie.

Dabei könne der Wechsel zu einer klimafreundlichen Energieerzeugung viele Vorteile bringen, so Irena. Bis 2030 entstünden dadurch 85 Millionen neue Arbeitsplätze, was Jobverluste von 12 Millionen bei fossilen Energien weit übersteige. Länder könnten sich mit Hilfe erneuerbarer Energien zudem aus der Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen lösen.