Die Mietpreise für Wohnungen in der Schweiz haben sich im Juli nur wenig bewegt. Gemäss dem von Homegate und der Zürcher Kantonalbank erhobenen Mietindex für Angebotsmieten sind die verlangten Preise für Mietwohnungen gar leicht gesunken.

Konkret belief sich der Rückgang gegenüber dem Wert vom Juni auf 0,2 Prozent, wie Homegate am Montag mitteilte. Der entsprechende Index steht damit bei 117,7 Punkten. Es sei der erste Rückgang der Mietpreise seit Juni 2021.

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Der Index misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Die leicht gesunkenen Mieten sind laut Homegate mehr eine Momentaufnahme denn ein neuer Trend. Denn sowohl die Anzahl leerstehender Wohnungen, als auch die Zahl der Baugesuche sei rückläufig, während die Nachfrage aufgrund der Zuwanderung weiter hoch bleibe.

Ausserdem würden die Nebenkosten der aktuell ausgeschriebenen Wohnungen die tatsächlichen, höheren Kosten noch nicht abbilden.

Kantonal betrachtet sind die Veränderungen mehrheitlich minim, etwas deutlicher gingen die angebotenen Mieten in den Kantonen Zug, Graubünden, Genf und Glarus zurück. Im Vergleich zu den Preisen vor einem Jahr liegen die Wohnungspreise allerdings in allen Kantonen höher.

Dasselbe gilt für die Städte, wo Zürich mit einer Zunahme der Mietpreise im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent Spitzenreiter ist.

Gemäss dem in der Vorwoche von ImmoScout24 und der IAZI AG publizierten Swiss Real Estate Offer Index sind die verlangten Mietpreise im Juli gestiegen, und zwar um 0,3 Prozent. Allerdings unterscheiden sich die Erhebungsmethoden der verschiedenen Institute leicht.

(SDA)