Der Fintech-Riese Ant Group hat einem Agenturbericht zufolge im Poker um das Wertpapiergeschäft der Credit Suisse in China offenbar den US-Hedgefonds Citadel ausgestochen. Es sei aber unklar, ob der Deal mit dem chinesischen Unternehmen zustande komme, berichtete die Agentur «Bloomberg News» am Montag. Das Angebot der Alibaba-Tochter werde genau geprüft, da die chinesische Regierung einen ausländischen Käufer bevorzuge, hiess es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ant Group lehnte eine Stellungnahme ab. UBS und Citadel wollten sich auf Anfrage von Reuters zunächst nicht äussern.

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Chinas Aktienmarkt kämpft mit Mittelabfluss 

Citadel hatte UBS im Dezember ein Angebot von rund 208,47 Millionen Dollar für das Investmentbanking-Geschäft der Credit Suisse in China unterbreitet. Als ausländischer Investor werde Citadel wahrscheinlich die Zustimmung der Regierung in Peking finden, hiess es in dem Bericht weiter.

Der chinesische Aktienmarkt kämpft derzeit mit dem Abfluss von ausländischem Kapital und einer strengeren Kontrolle von Börsengängen, da sich die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt verlangsamt. Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS, die grösste Bankenfusion seit der globalen Finanzkrise 2008, wurde letztes Jahr von den Schweizer Behörden in aller Eile arrangiert, um den Zusammenbruch der Credit Suisse zu verhindern. Die Fusion führte zu einer Mehrheitsbeteiligung der UBS an zwei Investmentfirmen in China, von der ein Unternehmen lediglich eine betreiben darf.

(reuters/mth)