Grund dafür seien hauptsächlich die gesunkenen Energielieferungen an Firmen- und Privatkunden, teilte Eon am Mittwoch in einem Communiqué mit. Das Unternehmen ist Deutschlands grösster Strom-Verteilnetzbetreiber und auch Deutschlands grösster Versorger mit rund 12 Millionen Strom- und 2 Millionen Gaskunden. Zudem ist Eon in einigen weiteren Ländern von Schweden bis zur Türkei präsent.
Der bereinigte Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes EBITDA) kletterte indes um 9 Prozent auf bei 9,8 Milliarden Euro. Wegen Rückgängen bei den Rohstoffderivaten und höheren Personalkosten fiel das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsergebnis und Steuern allerdings um mehr als die Hälfte auf 4,1 Milliarden Euro.
Unter dem Strich brach der Konzernüberschuss von 5,6 Milliarden auf 2,3 Milliarden Euro ein. Der um nicht operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich dagegen von 2,9 Milliarden auf 3,0 Milliarden Euro. Damit habe man den oberen Rand der eigenen Prognose erreicht, erklärte Eon. Die Dividende soll von 55 auf 57 Cent je Aktie steigen.
Investitionen ausgeweitet
«Wir investieren massiv in unsere Netze und die Modernisierung der Energieinfrastruktur, weil genau dort die Energiewende entschieden wird», erklärte Finanzchefin Nadia Jakobi. Eon kündigte an, sein Investitionsprogramm für die nächsten Jahre auszuweiten. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 seien Investitionen im Umfang von rund 48 Milliarden Euro geplant.
Bislang hatte Eon für die Jahre 2024 bis 2028 mit 43 Milliarden Euro gerechnet. Als Folge erwartet Eon mittelfristig ein deutliches Gewinnplus. So soll das bereinigte Konzern-EBITDA im Jahr 2030 auf rund 13 Milliarden Euro steigen und der bereinigte Konzernüberschuss auf rund 3,8 Milliarden Euro.
