Vor allem Frisch-, Weich-, Halbhart- und Hartkäse hätten beim Export "solide Zunahmen" verzeichnet, teilten Swiss Cheese Marketing und TSM Treuhand am Montag mit. Nur in den Kategorien Schmelzkäse und Fertigfondue seien die Exporte zurückgegangen.

Insgesamt nahm die Schweizer Käsebranche damit 756,7 Millionen Franken ein. Für den wertmässigen Anstieg von 9,1 Prozent verantwortlich sei unter anderem die stark gewachsene Nachfrage im Ausland. Daneben hätten aber auch die höheren Preise zum gestiegenen Erlös beigetragen.

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Gemäss Swiss Cheese Marketing wird 40 Prozent des in der Schweiz produzierten Käses in über 70 Länder exportiert. Hauptabnehmerin bleibe Europa mit einem Anteil von 82 Prozent. Und wiederum über die Hälfte davon gehe nach Deutschland. Dahinter folgen die Absatzmärkte Italien und Frankreich. Gleichzeitig habe auch der US-Markt zugelegt: Dessen Anteil beträgt mittlerweile fast 12 Prozent.

Importe steigen weniger stark

Auch die Käseimporte 2021 nahmen auf 75'774 Tonnen zu. Das sind zwar 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr, aber der Zuwachs habe um fast die Hälfte abgenommen. Schweizerinnen und Schweizer gaben dafür 487,7 Millionen Franken aus.

Während der durchschnittliche Exportpreis bei 9,18 Franken pro Kilogramm liegt, beträgt der Importpreis lediglich 6,44 Franken pro Kilo. Die Schweiz importiere also deutlich billiger als sie exportiere. Beliebt bei den Konsumentinnen und Konsumenten waren vor allem Frischkäse, Mozzarrella und Quark, die zum grössten Teil aus Italien, Deutschland und Frankreich eingeführt wurden.