Der aus Japan geflohene, ehemalige Nissan-Chef Carlos Ghosn hat den Autobauer auf mehr als eine Milliarde Dollar verklagt. Laut einer von Reuters eingesehenen Kopie der Klage ist diese am 18. Mai bei der libanesischen Staatsanwaltschaft eingereicht worden.

In der Klage werden Nissan zusammen mit zwei anderen Unternehmen und zwölf namentlich genannten Personen Straftaten wie Diffamierung, Verleumdung oder Fälschung von Beweisen vorgeworfen. Ein Kommentar von Nissan war zunächst nicht zu erhalten.

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2019 in einer Kiste aus Japan geflohen

Der ehemalige Autoboss war im November 2018 in Tokio verhaftet worden. Nach monatelangen Untersuchungen war herausgekommen, dass Ghosn Firmengelder für private Zwecke entwendet und über Jahre zu niedrige Angaben zu seinem Einkommen gemacht haben soll.

Er war unter strengen Auflagen und auf Kaution im April 2019 aus dem Gefängnis entlassen worden. Danach gelang ihm in einer Kiste in einem Privatjet eine spektakuläre Flucht in den Libanon.

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(reuters/gku)