«Shrinkflation, das Gewicht dieses Produktes hat sich verringert, und der Preis unseres Lieferanten ist gestiegen», heisst es auf den Aufklebern, die Carrefour unter anderem auf Packungen mit Kaffee, Chips, Mayonnaise und Eistee anbringen will, wie das Unternehmen mitteilte. «Wir setzen uns dafür ein, den Preis neu zu verhandeln», heisst es auf dem Sticker weiter.

Carrefour greift damit einem Gesetzesentwurf vor, mit dem die französische Regierung die Industrie verpflichten möchte, klar erkennbar auf Produkten kenntlich zu machen, wenn sich bei gleicher Packung der Inhalt verringert.

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«Einige Hersteller reduzieren den Inhalt ihrer Produkte bei gleichbleibender Verpackung und erhöhen manchmal sogar die Preise. Das ist skandalös» sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. «Wir werden im Oktober die Verpflichtung gesetzlich verankern, die Reduzierung des Inhalts sichtbar anzuzeigen, wenn die Verpackung die gleiche ist.»

Forderung nach günstigeren Preisen

Die Kaufkraft und hohe Preise insbesondere für Lebensmittel treiben die Bevölkerung und die Politik in Frankreich derzeit um. Minister Le Maire hatte von den Konzernen der Lebensmittelbranche mehrfach günstigere Preise und eine Entlastung für die Verbraucher verlangt. Wie der Minister nach Beratungen mit der Branche in der vergangenen Woche ankündigte, sollen die Preise für 5000 Lebensmittelprodukte stabil bleiben oder gesenkt werden.

Le Maire stellte aber auch namentlich einige ausländische Grosskonzerne an den Pranger, die sich nach seiner Einschätzung nicht genügend für verträgliche Preise eingesetzt haben. Auch die von Carrefour benannten Produkte stammen von ausländischen Nahrungsmittelkonzernen.