Galenica ist im ersten Semester nach Aufhebung der Corona-Massnahmen kräftig gewachsen.

Eine normale saisonale Grippewelle und zahlreiche Erkrankungen durch die Corona-Variante Omikron führten zu einem starken Umsatzwachstum bei Erkältungsmedikamenten. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat das Unternehmen denn auch erhöht.

Zwischen Januar und Juni hat der Apotheken- und Gesundheitskonzern Umsätze in Höhe von 1,96 Milliarden Franken erzielt, ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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Bereinigt um die Zusatzverkäufe im Zusammenhang mit Covid-19, die in der Vorjahresperiode ausserordentlich hoch ausgefallen waren, betrug das Wachstum sogar 8,7 Prozent, wie Galenica am Dienstag mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen.

Das Wachstum wurde sowohl durch einen starken Absatz an Erkältungsmedikamenten als auch eine weitere Erholung bei den Apotheken an Hochfrequenzstandorten sowie einer starken Dynamik bei der Spezialapotheke Mediservice getragen.

Von den beiden Sparten steuerte Logistics & IT 1,43 Milliarden Franken bei (+4,1%), während Products & Care mit 987 Millionen Franken 7,4 Prozent mehr umsetzte.

Auf Gewinnebene blieben beim adjustierten Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) 100 Millionen Franken übrig (-1,4%), während Galenica unter dem Strich 81,3 Millionen Franken auswies (-1,5%).

Zusatzkosten belasten Galenica

Den Gewinnrückgang begründet die Gruppe mit einem tieferen Beitrag aus ausserordentlichen Zusatzverkäufen im Zusammenhang mit Covid-19.

Darüber hinaus entstanden Zusatzkosten aufgrund verschiedener Initiativen zur weiteren Digitalisierung des Geschäfts, des akuten Fachkräftemangels in den Apotheken sowie generell höherer Kosten für Transport, Energie und Betriebsmaterial.

Für das laufenden Jahr hat der Apotheken- und Gesundheitskonzern seine Prognose angehoben. Neu erwartet Galenica ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 Prozent (bisher mindestens auf Höhe Vorjahr).

Beim adjustierten EBIT erwartet das Unternehmen eine Steigerung von 8 bis 12 Prozent (bisher 5-10%). Dies schliesst allerdings die ausserordentlichen Ergebnisse aus den Covid-19-Initiativen sowie den Liegenschaftsverkauf am Hauptsitz in Bern aus, die im Vorjahr das Ergebnis massgeblich positiv beeinflusst hatten.

(SDA)