Die schweizerisch-italienische Reederei MSC hat angekündigt, zwei neue Kreuzfahrtschiffe zu bauen.  Die dafür nötigen Investition beziffert das Unternehmen mit Sitz in Genf auf 3,5 Milliarden Euro. Darin enthalten seien aber auch jeweils 120 Millionen Euro für die Ausstattung älterer Modelle mit Flüssigerdgas-Motoren, teilte MSC am Donnerstag mit.

In See stechen sollen die beiden Schiffe 2027 und 2028. Explora Journeys, die Luxusreisemarke der Kreuzfahrtsparte von MSC, wird damit auf sechs Schiffe anwachsen. Für den Bau holt MSC einmal mehr den italienischen Schiffsbauriesen Fincantieri mit an Bord.

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MSC entwickelte neue Motoren-Generation

Die beiden Luxuskreuzfahrtschiffe würden dabei mit bisher einzigartigen Umwelttechnologien und Lösungen ausgestattet. Eine neue Generation von Flüssigerdgas-Motoren soll etwa das Problem des Methanschlupfes bekämpften – dies bezeichnet das Entweichen von nicht genutztem und nicht verbranntem Methan in die Atmosphäre.

Zudem sollen die Schiffe mit einem Auffangbecken für flüssigen Wasserstoff ausgestattet werden. Der kohlenstoffarme Treibstoff werde dann eine Sechs-Megawatt-Brennstoffzelle antreiben, um emissionsfreien Strom für den Hotelbetrieb zu erzeugen. Im Hafen angelegt sollen die Schiffe dadurch mit «Null-Emissionen» laufen.

Dank Flüssigerdgas soll MSC-Betrieb CO2-frei werden

Der Schifffahrtkonzern sieht darin denn auch einen wichtigen Schritt zum Ziel, bis 2020 seinen gesamten Kreuzfahrtbetrieb emissionsfrei zu gestalten. Eine entscheidende Rolle misst MSC dabei dem Flüssigerdgas zu. Dies sei der sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in grossem Massstab verfügbar ist.

CO2-Emissionen könnten dadurch im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Und mit der zunehmenden Verfügbarkeit von biologischem und synthetischem Flüssigerdgas werde diese Energiequelle der Zukunft den Weg zu einem CO2-freien Betrieb ebnen.

(SDA)