Im rund 6500 Quadratmeter grossen Hallenanbau mit einer Bauzeit von zwei Jahren können an sechs neuen Standplätzen komplexe Arbeiten wie Lackieren, Schweissen oder Sandstrahlen deutlich effizienter ausgeführt werden, wie die SBB am Freitag mitteilten.
Der Hallenanbau ermögliche eine effiziente Bearbeitung von Aussenflächen von Zügen. Die Anlage sei schweizweit einzigartig - aufgrund der Grösse und der Zuführung der Zugwagen zu den Standplätzen mithilfe einer Schiebebühne über eine Transportwegbrücke. Auch ein klimatisiertes Klebegleis gibt es. Dieses wird beispielsweise für Beklebungen der Frontkabine genutzt. Die SBB investierten gegen 50 Millionen Franken in die Instandhaltungshalle.
Erneuerung verlängert Lebensdauer der Züge
Die Halle spielt eine zentrale Rolle bei der Erneuerung von 69 Regio‐Dosto‐ und 61 Doppelstock‐Triebzügen (DTZ) der Zürcher S‐Bahn. Laut Angaben der SBB werden die Züge durch die Modernisierung bis zu sieben Jahre über die geplante Lebensdauer von 25 Jahren hinaus erhalten.
Die SBB investieren in die beiden Flottenerneuerungen mehr als 500 Millionen Franken. Reisende profitierten künftig von aufgewerteten Innenräumen, verbessertem Mobilfunk, LED‐Beleuchtung und klareren Kennzeichnungen innen wie aussen, hiess es.
Digitale Technologien unterstützen den gesamten Prozess im SBB Werk in Olten. «Extended‐Reality»‐Brillen würden Mitarbeitenden helfen, Arbeitsschritte präziser auszuführen.
Auch bei der Planung ihrer Instandhaltungsanlagen setzen die SBB nach eigenen Angaben vermehrt digitale Instrumente ein. Mittels Virtual Reality könnten neue Hallen oder Erweiterungen bestehender Anlagen besser geplant und mit stärkerem Einbezug der künftig Nutzenden realisiert werden.
