Das Kaufangebot wurde bis jetzt nicht angenommen«, sagte eine Schweizer Club Med-Vertreterin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP zu einem Artikel der französischen Zeitung «Les Echos». Das französische Unternehmen und die Genfer Maus Frères seien aber immer noch in Gesprächen, sagte die Sprecherin. Auch andere Kaufangebote würden geprüft. Von Maus Frères seinerseits war bislang keine Stellungnahme erhältlich.

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Der Ferienanlagenbetreiber ist vor allem auf der Suche nach Minderheitsinvestoren, wie Club Med-Chef Henri Giscard d'Estaing im vergangenen September gesagt hatte. Eine Öffnung für strategische Minderheitspartner neben Hauptaktionär Fosun sei nicht ausgeschlossen. Damit wolle man das Entwicklungs- und Wachstumspotential von Club Med verstärken.

Laut «Les Echos» sei ein Minderheitsinvestor mit einer Beteiligung in der Grössenordnung von 20 bis 30 Prozent willkommen. Damit ergäbe sich ein Unternehmenswert von rund 2 Milliarden Euro (1,9 Milliarden Franken).

Es bestehen bereits Verbindungen zwischen den beiden Gruppen: So gibt es eine Kollektion von Lacoste-Kleidung mit dem Club Med-Logo.

Maus Frères hat in den letzten Jahren ihr Schweizer Portfolio bereinigt: Dabei wurden die Sportgeschäfte Athleticum an den französischen Konkurrenten Decathlon und die Jumbo-Baumarktkette an Coop verkauft. Fosun seinerseits hat vor kurzem den Zürcher Fussballclub GC an den Fussballclub Los Angeles verkauft.