Zur Finanzierung einer Lithiumhydroxid-Fabrik nahe dem Brandenburger Autowerk der Tesla Inc. bereitet der Batterie-Zulieferer Rock Tech Lithium Inc. informierten Kreisen zufolge eine Notierung an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq vor. Wie zu hören ist, ist in diesem Zusammenhang im nächsten Jahr auch eine Kapitalerhöhung geplant. 

Die Aktien von Rock Tech werden bereits an den Börsen Toronto und Frankfurt gehandelt. Eine finale Entscheidung über die Notierung in den USA ist nach Angaben der darüber informierten Personen noch nicht gefallen. Die Pläne des Unternehmens aus dem kanadischen Vancouver, das von Wagniskapitalgeber Peter Thiel unterstützt wird, könnten sich auch noch ändern, hiess es. Eine Sprecher von Rock Tech lehnte eine Stellungnahme ab. 

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Rock Tech plant im ostbrandenburgischen Guben eine Anlage, die den Rohstoff Lithium weiterverarbeitet, sodass er in Akkubatterien verwendet werden kann, wie sie unter anderem in E-Autos eingesetzt werden. Im nahegelegenen Grünheide baut Tesla sein erstes Fahrzeugwerk in Europa.

Produktionskapazität von 24'000 Tonnen

Europas erster Lithiumkonverter soll eine Produktionskapazität von 24'000 Tonnen pro Jahr haben. Dies entspricht der Menge, die für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für etwa 500'000 Elektroautos benötigt wird, wie das Unternehmen vergangene Woche mitgeteilt hat.

Angesichts der Nachfrage aus dem E-Auto-Segment hat sich der Lithiumpreis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Laut BloombergNEF wird sich der weltweite Verbrauch des Batteriemetalls bis 2030 voraussichtlich verfünffachen. 

Zu den Investoren von Rock Tech zählen auch Christian Angermayer und Hedgefonds-Milliardär Alan Howard. Als Finanzvorstand engagierte das Unternehmen jüngst Stefan Krause, der bereits Finanzvorstand von BMW AG und Deutscher Bank AG war.

(Bloomberg/gku)