Der hierzulande vor allem für den Impfstoff-Auftrag von Moderna bekannte Pharmazulieferer steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 17,3 Prozent auf 2,98 Milliarden Franken, wie am Freitag aus einem Communiqué hervorging. Die zur Jahresmitte 2021 verkaufte Chemiesparte LSI ist im Abschluss bereits herausgerechnet.

Davon blieben 498 Millionen Franken als Reingewinn, nach 263 Millionen im Vorjahr. Damals hatte eine "Altlast" die Zahlen getrübt: Die Sanierung der Giftmülldeponie Gamsenried im Kanton Wallis. Für das Projekt hatte Lonza vergangenen Sommer 284 Millionen Franken zurückgestellt.

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Kernzahlen

Daneben weist Lonza die um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen bereinigten Zahlen aus. Der sogenannte "Kern-EBITDA" stieg im Berichtsjahr um 16,5 Prozent auf 987 Millionen Franken.

Die entsprechende Marge erreichte 33,1 Prozent, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Lonza investiert derzeit stark in den Ausbau der Kapazitäten. Doch zum Vergleich: Inklusive Chemiesparte kam Lonza vor einem Jahr auf 29,0 Prozent. Analysten hatten einen tieferen Wert erwartet.

Ausblick bestätigt

Lonza soll ohne die Chemiesparte nun deutlich schneller wachsen und mehr Gewinn abwerfen als die bisherige Firma. Für das Geschäftsjahr 2022 etwa stellt Lonza unverändert ein organisches Wachstum im tiefen bis mittleren Zehnerbereich in Aussicht.

Gleichzeitig soll die Core-EBITDA-Marge einen Schritt in Richtung der für 2024 ausgerufenen Spannbreite von 33 bis 35 Prozent machen. 2021 lag diese bei 30,8 Prozent.