Zur Frage, ob die geplanten Verhandlungen für ein Zollabkommen nötig seien oder diese gestoppt werden sollten, äusserte sich der Chef des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns im Gespräch mit Journalisten am Montag zurückhaltend. Es gebe derzeit viel Unsicherheit und zahlreiche rechtliche Fragen zu klären, weshalb noch offen sei, welcher Weg eingeschlagen werde.
Grundsätzlich sprach sich Navratil für stabile und möglichst handelsfreie Rahmenbedingungen aus. Diese seien für das Unternehmen und die Konsumenten langfristig am besten. «Wenn sich Zollsätze alle zwei oder drei Monate ändern, ist das schwierig für uns.» Häufige Änderungen bei Zöllen erschwerten die Planung, etwa bei den Lieferketten.
Ob sich Nestlé einer Zollklage anderer Unternehmen zur Rückerstattung anschliessen werde, dazu äusserte sich Navratil vage. Er habe sich dazu noch kaum Gedanken gemacht.
Navratil bekräftigte, dass Nestlé selbst von Zöllen nur begrenzt betroffen sei, da der Konzern über 90 Prozent seiner Produkte in den jeweiligen Märkten lokal produziere. Kaffee sei bislang zollfrei, da in den USA selbst kein Kaffee angebaut werde.
