Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) ist damit auf Jahresbasis bereits den sechsten Monat in Folge gesunken. Davor hatte er nur eine Richtung gekannt, und zwar noch oben. Den Höchststand hatte die PPI-Inflation im Mai und Juni mit 6,9 Prozent erreicht.

Auf Jahressicht zogen die Importpreise im Dezember aber immer noch um 4,4 Prozent an, während sich die Inlandpreise um 2,6 Prozent erhöhten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat sank der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) im Dezember um 0,7 Prozent auf 108,5 Punkte.

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Sinkende Rohstoffpreise

Der Produzentenpreisindex fiel gegenüber November um 0,2 Prozent. Insbesondere für Mineralölprodukte, Metalle und Metallhalbzeug sanken die Preise. Dagegen musste für Produkte der Bauschreinerei und des Innenausbaus sowie sonstige Nahrungsmittel mehr gezahlt werden.

Der Importpreisindex sank gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Auch hier waren laut BFS sinkende Preise für Erdöl und Erdgas sowie Mineralölprodukte massgeblich für den Rückgang verantwortlich. Sinkende Preise zeigten auch pharmazeutische Spezialitäten, Roheisen, Stahl und Rohkaffee. Teurer wurden hingegen Automobile und Automobilteile, Computer, Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte sowie Leder, Lederwaren und Schuhe.

Die durchschnittliche Jahresteuerung auf Basis der Produzentenreise lag im vergangenen Jahr bei 5,6 Prozent nach einem Plus von 2,7 Prozent im Jahr 2021. Dieser Anstieg sei insbesondere auf höhere Preise für Mineralölprodukte zurückzuführen gewesen. Teurer wurden auch Erdöl und Erdgas, Metalle und Metallhalbzeug, chemische Produkte und Metallprodukte. Demgegenüber sanken die Preise für pharmazeutische Produkte.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.