Laut Gesundheitsminister Alain Berset ist es nicht möglich, Skigebieten für den ganzen Winter eine Regelung ohne Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete zu garantieren. Doch was die Seilbahnen kommuniziert hätten, sei «im Moment» eine gute Lösung.

Der Branchenverband Seilbahnen Schweiz hatte am Dienstag mitgeteilt, dass in der Wintersaison vorerst keine generelle Zertifikatspflicht gelte auf den Pisten. Die Bahnen könnten zu den gleichen Bedingungen in die Wintersaison starten wie der öffentliche Verkehr. In Kabinen und geschlossenen Räumen gilt ein Maskenobligatorium.

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Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte entgegnet, dass der Bundesrat und nicht die Branche über die Massnahmen gegen das Coronavirus entscheide. Dass beim Skifahren nun vorderhand dieselben Regeln gelten würden wie überall im Land, sei «im Moment eine gute Lösung», sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Was am Dienstag präsentiert worden sei, nannte er «absolut vernünftig». Im vergangenen Winter seien die Erfahrungen mit dieser Regelung nicht schlecht gewesen. Doch: «Man kann nie eine Garantie abgeben für das, was den ganzen Winter über gelten wird», mahnte er.

Sollte die Lage bleiben, wie sie sei, und sich auch nicht massiv verschlechtern, könne man mit der von den Seilbahnen kommunizierten Lösung durch den Winter gehen, wie es die Branche skizziert habe, fügte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, an. Darüber gebe es eine Einigung der Behörden mit den Bahnen.

(sda/me)