Derzeit existieren neun Rudel im Wallis. Komplett eliminieren will der Kanton die beiden Rudel Simplon und Chablais, wie er am Freitag mitteilte.
Zudem beantragten die Walliser Behörden eine sogenannte Basisregulierung der drei Rudel Réchy-Anniviers, Nendaz-Isérables und Posette-Trient. Diese gibt dem Kanton die Möglichkeit, zwei Drittel der diesjährigen Jungtiere zu töten.
Für die anderen Rudel seien die Kriterien derzeit nicht erfüllt, um proaktive Wolfsabschüsse zu beantragen. Der Zeitraum für die Regulierung dauert von Anfang September bis Ende Januar 2026. Auch in diesem Jahr werden speziell für die Wolfsjagd ausgebildete Jäger die kantonale Wildhut unterstützen.
Der Kanton weist darauf hin, dass es sich um ein erstes Gesuch für eine Regulierung auf der Basis des aktuellen Wissensstandes handle. Dieses könne durch weitere Gesuche ergänzt werden, je nach Entwicklung der Schäden an Nutztieren und der Situation der anwesenden Rudel. Die Situation der aktuellen Wolfspopulation im Kantonsgebiet verändere sich laufend, und die Sömmerungssaison dauere noch einige Wochen.
In der vergangenen Periode der Wolfsregulierung im Wallis wurden vom 1. September 2024 bis zum 31. Januar 2025 34 Tiere abgeschossen. Keines der Rudel wurde ganz ausgerottet. Den Abschüssen fielen gesamthaft 16 Jungtiere und 18 erwachsene Tiere zum Opfer.