Die USA und ihre Verbündeten werfen angesichts steigender Preise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine einen Teil ihrer Ölreserven auf den Markt. Insgesamt sollen 60 Millionen Barrel freigegeben werden, wie der japanische Industrieminister Koichi Hagiuda am Dienstag nach einem ausserordentliches Ministertreffen der in Paris ansässigen Internationalen Energieagentur (IEA) mitteilte. Die USA allein wollen davon 30 Million Barrel stemmen.

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Die Ölpreise sind nach der russischen Invasion der Ukraine auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen. Mit der Freigabe könnte der Anstieg zumindest vorübergehend etwas gedämpft werden , so die Hoffnung. In einer ersten Marktreaktion blieben die Preise aber hoch. Insidern zufolge will die Opec+ trotz dieser Rally ihre Rohöl-Fördermengen nicht ausweiten.

Die IEA koordiniert die Energiepolitik der Industrieländer. Das Sondertreffen wurde von der amerikanischen Energieministerin Jennifer Granholm geleitet. 

Die Suche nach sicheren Anlagehäfen hievt den Schweizer Franken derweil auf den höchsten Stand seit der Abkehr von der Anbindung an den Euro im Januar 2015. Ein Euro kostet 1,0229 Franken. Experten verweisen auf den Krieg in der Ukraine. Bei einer weiteren Verschärfung des Konflikts könnte der Franken die Parität zum Euro erreichen, hiess es weiter.

Vor gut sieben Jahren wurde ein Rekordstand von 0,85 Franken je Euro erreicht. Seit damals stemmt sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit Negativzinsen und Devisenmarktinterventionen gegen eine wirtschaftsschädliche Aufwertung der Landeswährung. (ise)