• Motor: Zwei-Liter-Benziner, kombiniert mit Elektromotor
  • Systemleistung: 245 PS / 180 kW
  • Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h
  • Beschleunigung: Von 0 auf 100 km/h in 7,1 Sekunden
  • Verbrauch: 6,9 Liter (Werksangabe)
  • Richtpreis: ab 83900 Franken

Plus 14,4 Prozent gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres: Audi ist in der Schweiz auch in diesem Jahr stark unterwegs. Und das wird bei den Herren der Ringe seit Jahrzehnten mit dem «Vorsprung durch Technik» begründet. Doch zumindest in Sachen Hybrid hat sich der Vorsprung in einen Rückstand verwandelt: Lange nach der direkten Konkurrenz präsentierte Audi vergangene Woche den ersten Teilzeitstromer der Marke, den Q5 Hybrid.

Doch bei Audi ist man bezüglich dieser Tatsache nicht um eine Ausrede – pardon, eine Erklärung – verlegen: «Mit dem Audi 100 Duo waren wir schon vor 22 Jahren so weit, aber die Welt noch nicht.» In der Zwischenzeit hat die Welt aufgeholt. Und die Hybridisierung hat selbst Sportwagenmarken wie Porsche längst erfasst. Und nun auch Audi. Und darum wurde auf Mallorca nicht einfach ein Hybridauto gezeigt, sondern «ein Meilenstein des Effizienz-Baukastens».

Ein luxuriöses, fahrdynamisches SUV mit einer Systemleistung von 245 PS und einem Verbrauch von nur 6,9 ­Litern auf 100 Kilometer. Das lässt sich sehen. Zumindest theoretisch. Das können andere aber auch. Dafür glänzt der Q5 dank der Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus mit ganz anderen Werten: Bis Tempo 100 schafft der Q5 elektrisch. Theoretisch. Und mit maximal 60 Kilometern pro Stunde können bis zu drei Kilometer Strecke rein elektrisch zurückgelegt werden. Rein theoretisch.

Wieso nur theoretisch? Weil diese Werte nur bei optimalen Bedingungen erreicht werden – also bei vollen Akkus, defensivem Gasfuss und einer möglichst flachen Topografie. Solche Bedingungen haben wir auf Mallorca nicht vorgefunden, und so lagen wir am Ende des Tages mit einem Schnitt von knapp elf Litern deutlich über den Werksangaben. Praktisch. Aber: Wir haben uns auch keine Mühe gegeben beim Sparen, denn die Bergstrecke lockte, und die Kombination aus kleinem Benziner und potentem Stromer verleitet trotz «Sparanzeige» im Cockpit zum flotten Fahren. Kein Wunder. Schliesslich verspricht Audi ja auch die perfekte Kombination von Kraft und Effizienz.

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Fazit: Für das Image und das grüne ­Gewissen ist der Hybrid ein weiterer Pluspunkt im Audi-Angebot. Wer allerdings wirklich sparen will, setzt besser auf den Diesel. Der erreicht die Vorgaben mit dem 240 PS starken Drei-Liter eher und kostet rund 10 000 Franken weniger.