Ihr Motto? Lebe nach deinen Werten. Das kommt niemals aus der Mode.

Ihre grösste Stärke? Herausforderungen entmutigen mich nicht. Wenn ich an etwas glaube, dann kämpfe ich dafür.

Ihr grösster Fehler? Ich habe einen leichten Hang zur Ungeduld.

Bei welcher Gelegenheit lügen Sie? Ich hasse Lügen. Aber Notlügen sind manchmal erlaubt. Insbesondere dann, wenn die Wahrheit um jeden Preis Menschen verletzen würde. Das möchte ich unbedingt vermeiden.

Die grösste Überraschung in Ihrem ­derzeitigen Job? Wie schnell Menschen ihre Meinung über dich ändern.

Ihr Ausgleich? Ich liebe das, was ich tue, oft habe ich gar nicht das Gefühl zu ­arbeiten. Ich verstehe, dass die meisten einen Ausgleich zur Arbeit suchen, um abzuschalten. Aber meine Arbeit ist so abwechslungsreich, dass ich dieses ­ausgeprägte Bedürfnis nach Balance nicht verspüre.

Ihr liebster Künstler? Ich habe keinen Lieblingskünstler, mag aber zeitgenössische und moderne Kunst sehr.

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Ihr liebster Film? «Midnight Express» von 1978. Der Inhalt ist schwierig und der Film auch kontrovers, aber er hat mich damals sehr beeindruckt.

Ein Buch? Alle von Michel Houellebecq.

Ihre Lieblings-App? SearchIt, FlightTrack und die Wetter-App.

Etwas, was Sie gar nicht mögen? Dummheit, Nachlässigkeit und Lügen.

Eine Quelle der Inspiration? Sonnen­-auf- und -untergänge in Afrika südlich der ­Sahara.

Ihr erstes Auto? Ein Alfa Romeo.

Ihr aktueller Wagen? Bentley und Smart.

Ihr wertvollster Besitz? Nichts. Ich hänge nicht an Dingen oder Besitztümern.

Ihr Lieblingshotel? Da gibt es einfach zu viele.

Ein Restaurant? «L’Ami Jean» in Paris.

Ihr grösster Luxus? Zeit.

Eine Sünde? Wer entscheidet, was eine Sünde ist? Ich versuche immer, ich selbst zu sein. Aber wer weiss, vielleicht sündige ich damit auch immer.

Ein Traum? Ich träume andauernd.

Eine Traumreise? Ich habe in meinem Leben so viele Reisen gemacht, dass kaum noch eine übrig ist. Aber spontan denke ich an das Amanjiwo Resort mit Blick auf eine buddhistische Tempel­anlage aus dem 9. Jahrhundert in Borobudur in Zentraljava. Struktur und Design ­dieses Hotels machen es zu einem ganz besonderen Ort. Das war wirklich eine fantastische Erfahrung.

Reto Wittwer (64) ist seit 18 Jahren CEO von Kempinski Hotels & Resorts, Europas ältester Luxushotelkette mit 76 Häusern. Der Zürcher ist seit über 30 Jahren in der Luxushotelbranche.