Ihre härteste Lebensschule? Mein erstes Jahr an der Uni. Ich war überzeugt, die Examen problemlos bestehen zu können, und konzentrierte mich auf den Sport. Als ich durchfiel, lernte ich, dass meine ­Kapazitäten beschränkt sind und dass ich wirklich arbeiten musste.

Ihr eindrücklichstes Erlebnis? Eine ­Wüstendurchquerung in Südtunesien und Libyen.

Ihr wertvollster Besitz? Meine Kinder.

Wer oder was wären Sie gerne einen Tag lang? Ein Pilot am Formel-1-Grand-Prix von Monaco. Vermutlich Ayrton Senna.

Ihr liebster Künstler? Vincent van Gogh.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit ­würden Sie gerne post mortem abend­essen, und warum? Ich war immer von Ägypten fasziniert, daher mit Ramses II. oder Kleopatra.

Ihr erster Wagen? Ein weisser Peugeot 205 GTI, Baujahr 1986.

Wie möchten Sie sterben? Im Vollbesitz meiner Kräfte – etwa indem ich eines Morgens einfach nicht mehr aufwache.

Welchen Titel sollte ein Porträt über Sie tragen? Ein Visionär.

Der beste Ort auf der Welt? New York.

Ein Traum? Ein Formel-1-Auto zu besitzen, das mich jeden Tag zur Arbeit fährt.

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Welches Talent würden Sie gerne besitzen? Ein Instrument spielen zu können.

Ihre grösste Extravaganz? Als ich mit 17 Jahren ohne Geld per Autostopp meine Freundin in Holland besuchte.

Was stört Sie in Ihrer Branche? Leute, die zuerst an ihren persönlichen Erfolg ­denken statt an den Erfolg der Firma.

Wofür geben Sie ohne schlechtes Gewissen Geld aus? Ich habe überhaupt kein ­Problem damit, Geld auszugeben. Wenn ich bei einem Kauf ein schlechtes Ge­wissen hätte, würde ich das Geld nicht ausgeben.

Ihr grösster Fehler? Ich kann nicht von Fehlern sprechen, denn ich übernehme die volle Verantwortung für alle meine Entscheidungen. Ich bedaure meine Wahl nie.

Ihr Motto? Lieber eine schlechte Ent­scheidung treffen als gar keine.

Stéphane Linder (45) ist seit Juni Chef der Uhrenmarke TAG Heuer. Er arbeitet seit 20 Jahren im Unternehmen, zuletzt als Verkaufsdirektor Nordamerika. TAG Heuer gehört zum französischen Luxuskonzern LVMH.