Die Schweizerinnen und Schweizer fahren vor allem in die Ferien, weil sie sich entspannen wollen. Party machen und Sport treiben dagegen ist ihnen deutlich weniger wichtig, wie der am Dienstag veröffentlichte Kuoni Ferienreport 2015 zeigt.

79 Prozent der insgesamt 1287 befragten Personen nannten Entspannen und Abschalten als wichtigsten Feriengrund. Wichtig ist den Schweizer Touristen auch neue Länder zu entdecken (65 Prozent) und die Abwechslung zum Alltag (64 Prozent). Partys feiern (Deutschschweizer 12 Prozent, Romands 20 Prozent), sich sportlich betätigen (Männer 18 Prozent, Frauen 11 Prozent) oder neue Freunde kennen lernen (8 Prozent) sind dagegen nur für eine Minderheit ein Anlass, in die Ferien zu fahren.

Deutschschweizer sind erholungsbedürftiger als Romands

Bei der Nennung von Erholung als Feriengrund gibt es jedoch Unterschiede. So ist den jüngeren Befragten Entspannung wichtiger als den älteren. Einen Unterschied gibt es auch zwischen den Landesteilen. Deutschschweizer zeigen sich erholungsbedürftiger als Tessiner und Romands, die entsprechend auch eher bereit sind auf Ferien zu verzichten als die deutsch sprechenden Eidgenossen.

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Ebenfalls dem Klischee entspricht, dass für Frauen Shopping ein deutlich wichtigeres Ferienerlebnis ist (41 Prozent) als für Männer (30 Prozent). Umgekehrt legen diese mehr Wert auf einen Flirt und auf Sex (13 Prozent) in den Ferien als die Frauen (3 Prozent).

Internet wichtigster Ideenlieferant für die Ferien

Die meisten zeigen sich bei der Wahl der Reisedestination offen für neues. Über die Hälfte der Befragten nannten Anregung und Inspiration als unverzichtbar, wenn es um die Buchung für Ferien geht.

Die bedeutendste Inspirationsquelle ist dabei das Internet (67 Prozent) und die Freunde und die Familie (53 Prozent). Aber auch Medienberichte (35 Prozent) und das Reisebüro (27 Prozent) sind beliebte Ideenlieferanten für den nächsten Urlaub.

Wenn es um Ferien geht, machen Schweizerinnen und Schweizer auch nur ungern Kompromisse. Für 38 Prozent ist die Erfüllung der eigenen Reisebedürfnisse am wichtigsten. Der Preis steht dagegen nur bei 22 Prozent an erster Stelle. Entsprechend hoch ist auch die Bereitschaft für eine gute Reiseberatung ein Honorar zu zahlen (51 Prozent).

(sda/ise)