Jede der Schwarz-Weiss-Aufnahmen von Jan C. Schlegel erzählt eine Geschichte, die an den Körpern der Dargestellten gedeutet und an ihren durchdringenden Blicken erahnt werden kann.

Doch letztlich bleiben sie geheimnisvoll und bilden so Leerstellen in unserer globalisierten Welt, die alles entschlüsseln möchte.

Über 60 Länder bereist

Unermüdlich hat Schlegel seit 1998 mehr als 60 Länder bereist, stets auf der Suche nach kultureller Vielfalt. Der rasche und unaufhaltsame Wandel in unserer Welt weckte in ihm den Wunsch, die traditionellen Lebensformen in seinen Bildern zu bewahren. Mit ihnen schafft er ein Abbild der Wirklichkeit, das sich auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Dokumentation bewegt. Oft verweilt er mehrere Wochen an einem Ort, um Beziehungen aufzubauen, Vertrauen zu erlangen und so die gewünschte Nähe in seinen Bildern zu ermöglichen.

Nichts ist inszeniert. Die Porträtierten werden in ihrem gewohnten Umfeld genauso aufgenommen, wie sie sind. Einzig der graue Hintergrund dient als Stilmittel, um den Fokus auf die innere und äussere Anmut der Menschen zu lenken. Die Fotos, auf traditionellem Film aufgenommen und auf Barytpapier belichtet, werden nicht digital nachbearbeitet. Jeder Abzug ist ein Unikat, den Schlegel mit ­einer von ihm entwickelten Mixtur von Hand tönt, um ihm die unverwechselbare innere Tiefe zu verleihen.

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Erste Einzelausstellung

Jan C. Schlegel wird seit 2011 exklusiv von der Galerie Bernheimer Fine Art in Luzern vertreten, die nun mit «Unforgettable Traces» bis zum 11. Juli 2015 seine erste Einzelausstellung in der Schweiz zeigt. Die Preise für die Werke reichen je nach Format und Editionsnummer von 2300 bis 10'000 Euro. (ba)