Diesen Sommer fehlt der Schweizer Hotellerie ein Grossteil der ausländischen Touristen. Trotzdem war die Nachfrage in einigen Ferienregionen so gross, dass die Hotels ihre Preise erhöhen konnten. Eine Auswertung, die das Switzerland Travel Centre auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» erstellt hat, zeigt: Im Tessin kosten Hotelzimmer im laufenden Jahr durchschnittlich fünf Prozent mehr als 2019, im Graubünden schlugen sie um vier Prozent auf.

Dies im Gegensatz zu den meisten anderen Schweizer Ferienregionen. Im Berner Oberland sind die Hotelpreise dieses Jahr um 18 Prozent eingebrochen, im Wallis gar um 20 Prozent. Das Bündnerland und das Tessin sind traditionell die Lieblingsdestination der Schweizer Touristen. Diese verbringen im Corona-Sommer ihre Ferien grösstenteils im eigenen Land.

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Konsumentenschutz kritisiert

Viele Gaststätten im Tessin und im Bündnerland sind bis Mitte August ausgebucht. Die Bergregionen machen ein gutes Geschäft. «Die Verlust vom Frühling haben wir wieder wettgemacht», sagt Kurt Baumgartner, Hotelier in Scuol (GR).

Konsumentenschützerin Sara Stalder kritisiert derweil die höheren Preise. Damit werde das Bild des «sehr teuren Ferienlands Schweiz» zementiert, sagt sie zur «NZZ am Sonntag».

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(gku)

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