Er entwickelte die «méthode champenoise». Doch erst viele Jahre später erreichte das luxuriöse Getränk jenes ­Niveau, das wir heute geniessen dürfen. Champagner ist in vielen Qualitäten zu haben. Aber nicht nur der Jahrgang, die Seltenheit und die Verpackung können eine Flasche so teuer wie ein Luxus-Auto machen.

Das Haus Moët & Chandon benannte seine Top-Marke nach Dom Pérignon. Die auf 100 Stück limitierte 3 Liter Flasche des Dom Pérignon «White Gold Jéroboam» ist mit dem 1995er-Jahrgang des Dom Pérignon Vintage abgefüllt. Dieser Jahrgang soll eine besonders gute Traubenqualität aufweisen. Kritiker und Geniesser, die den Wein kosten durften, bescheinigen ihm ein aussergewöhnlich tiefes Aroma, das an frische Mandeln und Aprikosen erinnert. Die Flasche kostet bis zu 36000 Franken, was einem Preis von etwa 9000 Franken pro 0,75 ­Liter entspricht. Nicht unwesentlich für den hohen Preis ist die mit Weissgold ummantelte Flasche. Erstmalig wurde der «White Gold Jéroboam» 2007 in den USA vorgestellt und ist heute fast nur noch auf Auktionen erhältlich.

Das Gute an diesen Flaschenpreisen ist wohl, dass man den exklusiven Champagner sehr bewusst geniesst. Denn Sterne will beim exzessiven «Sterne-Trinken» doch niemand wirklich sehen.