Der nächste zurzeit erkennbare Wettbewerber mit einem Antriebsstrang, der auch grössere Reichweiten mit Strom aus der Fahrbatterie ermöglicht, wird 2015 der BMW X5 Plug-in sein. Zumindest bis zum kommenden Frühjahr wird Mitsubishi damit den Ton angeben – und das offensiv.

Denn der günstigste Plug-in Outlander wird für 49 999 Franken angeboten. Für diesen Preis gibt es einen ordentlich ausgestatteten Fünfsitzer mit viel Raum für Passagiere und Gepäck, Allradantrieb und einem Normverbrauch von durchschnittlich 1,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Wer mit einer rein batterieelektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern und einer elektrischen Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern – nur eines von beiden geht – klar kommt, der wird seinen Verbrauch auf ­0 Liter Benzin herunterschrauben können.

Dann fallen nur Stromkosten fürs Aufladen der Batterie mit ihrem Energie­inhalt von 12 Kilowattstunden an. Genau in der elektrischen Reichweite liegt denn auch der Vorteil der Plug-in-Systeme. So weit, so üblich. Unüblich ist aber die Kombination des Antriebs, den wir bei allen zukünftigen Mitsubishi-Modellen finden werden: Der E-Outlander hat drei Motoren. Einen Elek­tromotor von 95 PS hinten für die Hinterachse, einen gleich starken zweiten vorn für die Vorderachse. Ebenfalls vorn sitzt der Vier-Zylinder-Benziner mit 2 Litern Hubraum und 121 PS Leistung. Der treibt den Generator an.

Der Plug-in-Outlander fährt also in aller Regel nur elektrisch – mit einer Ausnahme: Im Parallel Hybrid Mode treibt der Benziner bei höherem Tempo oder Leistungsbedarf die Vorderräder an. Die Elektromotoren arbeiten dann nur unterstützend. (amp)

Fakten
Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander
Motor: 2-l-Benziner, Direkteinspritzung
Leistung: 121 PS; Elektromotor vorn: 95 PS; Elektromotor hinten: 82 PS
Höchstgeschwindigkeit: Batterieelek­trisch: 120 km/h; Benzinbetrieb: 170 km/h (abgeregelt)
Reichweite: Batterieelektrisch maximal 52 km