Wo sonst präsentiert man einen solchen Solitär als auf dem heiligen Rasen von Pebble Beach? Mit Blick auf den Pazifik, mit dem feinen Rasen des 18. Loches des Pebble Beach Golf Club unter den Rädern und mit der Gewissheit, dass man in ein paar Jahrzehnten diese Sondermodelle sicher hier und am Comer See noch einmal sehen wird. Bugatti, die Manufaktur für die jungen Nachkommen der legendären Luxus-Automobile, stellt mit der auf sechs Modelle begrenzten Sonderserie seine Kompetenz in Sachen Marketing unter Beweis.

Als Basis der 18 Special-Bugatti dient der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Wir reden also von 16 Zylindern, 1'200 PS und maximal 1'500 Newtonmeter Drehmoment. Das reicht für knackige 2,6 Sekunden von Null auf Hundert und auf einem leeren Flugfeld kann man 408 km/h erreichen. Das sind Werte, die man beim Autoquartett gerne liest. Wer diese Karte zückt, hat schon so gut wie gewonnen.

Die sechs Bugatti-Legenden: eine Hommage an grosse Persönlichkeiten

Sechs Sondertypen, jeweils als Hommage an eine grosse Persönlichkeit oder ein bedeutendes Bugatti-Modell der Vergangenheit gedacht und auch benannt. Die Liste ist kurz aber prägnant und für jeden Sammler oder Investor eine Delikatesse der automobilen Art.

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«Black Bess», war ein englisches Rennpferd, nach ihm wurde der Bugatti Typ 18 benannt. Ein Rennwagen der 1912 bereits über 160 km/h schaffte und damit der schnellste Strassenwagen seiner Zeit war. Das Sondermodell ist wie sein Vorbild schwarz lackiert und mit 24-karätigem Gold verziert. Das Lenkrad des Supersportwagens ist mit rotem Carmesin-Leder verziert.

«Rembrandt Bugatti», dem Bruder des Firmengründers Ettore Bugatti, Rembrandt wurde dieses Sondermodell gewidmet. Er erfand die Kühlerfigur für alle Bugatti, eine Elefantenskulptur. In der Rückwand des Ablagefaches zwischen den Sitzen findet sich eben diese Figur wieder. Bemerkenswert ist die Verwendung von bronzefarbenem Carbon an der Aussenhaut und der Kühlerumrandung aus Platin.

«Meo Costantini», in Gedenken an den berühmten italienischen Piloten und Rennfahrer der 1920er Jahre entstand das vierte Sondermodel. Die Lackierung in «Bugatti Dark Blue Sport», erinnert an die typische Lackierung des legendären Modells Typ 35, mit dem Costantini 1925 und 1926 die wichtigsten Autorennen gewann. Im Innenraum wurden Rennszenen in die Türen gelasert.

Jean Bugatti,  Jean Pierre Wimille und Ettore Bugatti: Die Bugatti-Legenden

«Jean Bugatti», der älteste Sohn von Ettore Bugatti wird mit dem dritten Sondermodell geehrt. Jean übernahm Anfang der 30er Jahre das Erbe seines Vaters und gilt als Schöpfer des legendären Bugatti Typ 57 SC Atlantic. Die Karosserie des «Jean Bugatti» wurde komplett aus Sicht-Carbon gefertigt, der Schaltheben besteht aus Rosenholz und der Kühlergrill sowie das Logo am Heck besten aus Platin.

«Jean Pierre Wimille», war ein französischer Rennfahrer, der 1939 gemeinsam mit Pierre Bugatti auf einem Bugatti T57SC Tank das 24-Stundenrennen in Le Mans gewann. Der Bugatti «Jean Pierre Wimille» wurde in der gleichen Farbe wie der Le-Mans-Siegerwagen lackiert.

Die sechste Sonderedition trägt nun den Namen «Ettore Bugatti», um den Firmengründer zu ehren. Für ausserordentliche Beschleunigung hat der Veyron einen 1200 PS starken Achtliter-W16-Motor an Bord, der den Sprint von 0 auf 100 in 2,6 Sekunden ermöglicht. Die komplette Sonderedition ist für Bugatti ein voller Erfolg. Alle 18 Exemplare waren nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der ersten Details verkauft. Ein guter Kauf, weiss man doch, dass Legenden ewig leben.

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Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».