Mit Liz Gehrer, W. Jo Brunner und Gudrun Petzold zeigt die Galerie ­Elfie Bohrer in Bonstetten ZH drei sehr unterschiedliche Kunstschaffende, deren Werke sich dennoch harmonisch ergänzen. Liz Gehrer fertigt ihre Bilder häufig mit der Technik der Collage. Oft sind es übereinander applizierte, abgeschabte oder abgeschliffene Plakat- oder Zeitungsausschnitte, die einen belebten oder auch verfremdeten Bildgrund ergeben. Neue Bildrealitäten erzählen vom Ausserordentlichen des Gewöhnlichen, alltägliche Momente werden in einen neuen Kontext gerückt. In ihrer bildhauerischen Arbeit hat Liz Gehrer ihre ureigene künstlerische Ausdrucksform mit Altkarton, Eisen und Pergament­papier gefunden. Immer wieder gewährt die Künstlerin den Werkstoffen ihre Eigendynamik. Sie unterstützt und vollendet den Gestaltungsprozess mit der sparsamen, expressiv-abstrakten Bemalung ihrer Objekte.

W. Jo Brunners Motive basieren auf der existen­ziellen Erfahrung von Naturgewalten im Gebirge sowie stimmungsvollen Eindrücken von Gesteins- und ­Bergformationen im Wechsel der Witterungen. In der seriellen Erarbeitung übersetzt er die flüchtigen Verwandlungen der Natur in malerisch abstrahierte Licht- und Schattenformationen. Kein Horizont bietet Halt in der Richtungslosigkeit seiner Bildräume, die als imaginative Landschaften fungieren.

Für Gudrun Petzold ist ihr ausgesprochen inniges Verhältnis zur Natur Inspirationsquelle und Gegenstand intensiver künstlerischer Auseinandersetzung. Prozesse immerwährender Veränderungen bestimmen auch die Inhalte ihrer keramischen Skulpturen. Die fragilen Gebilde in warmen, erdigen Farben, unglasiert oder partiell mit einer steinmatten weissen Glasur versehen, erinnern an aufgebrochene Kokons oder Baumrindenstücke.

(ba)