«Ich will mit ihm nichts mehr zu tun haben»: So reagierte Modezarin Trudie Götz im März auf die Pleite von Immobilienunternehmer Marc-Christian Riebe und dessen Location Group. Und das, ­obwohl sie ihm vor zwei Jahren 100'000 Franken vorgeschossen hatte. Ein bisschen freilich wollte sie doch noch mit ihm zu tun haben: Jedenfalls beauftragte sie die Inkasso Organisation AG, das Geld zurückzuholen.

Vergeblich: Der Betreibungsversuch ist gescheitert, Götz muss die 100'000 Franken abschreiben. Sie habe, so argumentierte die Modeunternehmerin, das Geld nicht der Location Group, sondern Riebe privat gegeben. Diese Argumen­tation verwarf das Bezirksgericht Baden in seinem Entscheid vom 4. Oktober, der «Bilanz» vorliegt. «Eine Genugtuung für mich», sagt Riebe. Zudem muss Götz die Entscheidgebühr von 500 Franken zahlen sowie an Riebe eine Parteientschädigung in Höhe von 3351.45 Franken.

Riebe ist «back in business»

Die zehntägige Beschwerdefrist liess sie verstreichen, das Urteil ist rechtskräftig. Götz wollte sich nicht äussern: «Ich bin nicht informiert», sagt sie.

Der umstrittene Immobilienvermittler ist derweil wieder «back in business»: In den USA versucht Riebe gerade, euro­päische Marken in 150 leerstehende Geschäfte zu bringen. Furla habe, so sagt er, in San Francisco am Union Square bereits unterschrieben.

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