Selbst wenn Sie mit Englisch aufgewachsen sind, kann es sein, dass Sie nicht alle Regeln zur Rechtschreibung, Grammatik und Aussprache perfekt beherrschen. Oftmals bricht Englisch ohnehin seine eigenen Regeln.

Wörter, die gleich aussehen, können unterschiedlich ausgesprochen und Wörter die unterschiedlich aussehen, können gleich ausgesprochen werden. Manche Wörter enthalten stumme Buchstaben, die nicht mitgesprochen werden. Eselsbrücken wie «I vor E, ausser nach C» gelten auch nicht immer.

Hier sind elf Abweichungen im Englischen, die es schwer machen, die Sprache zu lernen.

1. Englisch: Hello Autoantonym!

Ein Autoantonym – auch Januswort oder Kontranym genannt – ist ein Wort, das zwei widersprüchliche Bedeutungen hat. Im Englischen werden Sie einigen solcher Wörter begegnen.

Das englische Wort «clip» kann beispielsweise verschiedene Bedeutungen haben. Einerseits kann es bedeuten, dass man etwas schneidet, aber auch, dass man etwas zusammenheftet. Ähnlich verhält es sich mit dem englischen Wort «transparent». So kann es «durchsichtig» bedeuten, aber auch, dass etwas «offensichtlich» oder «klar erkennbar» ist. Die Antwort könnte – so verwirrend es sein mag – beides sein und Sie müssen da auf den Kontext achten.

2. Englisch: Sprache mit Homographen ohne Ende

Die Sprache ist auch voller Homographen – Wörter, die gleich geschrieben und sogar oft gleich ausgesprochen werden, aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Einige Beispiele für Homographen wären folgende:

  • «tear» bedeutet «zerreissen», aber «tear» bedeutet auch «Träne»
  • «bass» bedeutet «Barsch», aber «bass» bedeutet auch «der Bass»
  • «bat» bedeutet «Schläger» beim Sport, aber «bat» bedeutet auch «Fledermaus»
  • «bow» bedeutet «Schleife», aber «bow» bedeutet auch «sich verbeugen»

Viele weitere Homographen findet man im Englischen zuhauf.

3. Englische Redewendungen oft ohne Sinn

Wieso sagt man im Englischen «it’s raining cats and dogs» – übersetzt etwa «es regnet Katzen und Hunde» – um zu sagen, dass es sehr stark regnet? Warum nutzt man den Ausdruck «a piece of cake» – übersetzt «ein Stück Kuchen» – wenn man sagen will, dass etwas leicht ist? Im Englischen gibt es viele Redewendungen, die Nicht-Muttersprachler verwirren können.

4. Sinnlose englische Sprachregel

Vielleicht haben Sie schon mal gehört, dass es angeblich eine Faustregel dafür gibt, wann im Englischen ein «I» vor einem «E» geschrieben wird. Allerdings gibt es zu viele Ausnahmen, sodass man keine wirkliche Regel aufstellen kann. Merriam Webster widerlegte diesen Mythos mit einem eigenen, satirischen Jingle:

«I vor E, ausser nach C. Oder wenn es sich wie ein ‹A› anhört, wie in ‹neighbour› und ‹weigh›. Es sei denn, das ‹C› ist Teil eines ‹sch›-Lautes wie in ‹glacier›. Oder es kommt in Vergleichen und Superlativen wie ‹fancier› vor. Und ausgenommen, wenn die Vokale wie ein ‹E› klingen, wie in ‹seize›. Oder ‹I›wie ein ‹height›. Oder auch bei Wörtern mit ‹-ing›-Formen, die mit ‹E› enden, wie in ‹cueing›. Oder in zusammengesetzten Wörtern wie in ‹albeit›. Oder gelegentlich in technischen Wörtern mit starken etymologischen Verbindungen zu ihren Muttersprachen wie in ‹cuneiform›. Oder in anderen zahlreichen und zufälligen Ausnahmen wie ‹science›, ‹forfeit› und ‹weird›.»

5. «Though» und Co. bedeuten im Englischen vieles

Sechs Buchstaben mit scheinbar unendlich vielen Möglichkeiten, wie man sie kombinieren kann: Die englischen Wörter «though», «through», «thorough», «thought», «tough» und «trough» bedeuten alle etwas anderes und werden anders ausgesprochen.

  • «though» bedeutet übersetzt «jedoch, obwohl»
  • «through» bedeutet übersetzt «durch»
  • «thorough» bedeutet übersetzt «gründlich»
  • «thought» bedeutet übersetzt «gedacht»
  • «tough» bedeutet übersetzt «zäh, hart»
  • «trough» bedeutet übersetzt «tief fallen»

6. Englisch: Die Betonung macht‘s

Die Bedeutung von Wörtern kann sich ändern, je nachdem, welche Silbe betont wird. Laut dem Sprachwissenschaftler Jakub Marian wird ein Wort normalerweise zu einem Verb, wenn die zweite Silbe betont wird. Beispielsweise bedeutet das englische Wort «Address» etwa Adresse, während «address» als Verb genutzt wird und übersetzt «ansprechen» bedeutet.

7. Plural ohne «S» am Ende

Unregelmässige Pluralwörter haben kein «S» am Ende. «Child» wird zu «children» – übersetzt Kind und Kinder. «Person» wird zu «people» – übersetzt Person und Personen. «Tooth» wird zu «teeth» – übersetzt Zahn und Zähne. «Foot» wird zu «feet» – übersetzt Fuss und Füsse. Die Liste könnte man noch weiter führen.

8. Sprache mit Wörtern, die gleich klingen

Homophone sind Wörter, die unterschiedliche Bedeutungen haben, aber gleich klingen. Zum Beispiel kann «worn» bedeuten, dass etwas abgenutzt und verwittert ist, und «warn» soll jemanden warnen. Beides wird gleich ausgesprochen.

Ein Künstler erstellte sogar 300 Illustrationen zu diesem Phänomen, damit Menschen es leichter nachvollziehen können.

Eine Illustration veranschaulicht die Homophone «ileum» und «Ilium».

Fast gleich, aber doch nicht: In der englischen Sprache werden «ileum» und «ilium» zwar gleich ausgesprochen, aber anders geschrieben.

Quelle: homophonesweakly.blogspot.com

9 Die stummen Buchstaben im Englischen

Manche Wörter beginnen mit stummen Buchstaben, wie «knight» – auf Deutsch etwa «Ritter». Andere Wörter haben diesen Buchstaben in der Mitte wie «Wednesday» – «Mittwoch». Aber die stummen Buchstaben können auch am Ende vorkommen wie zum Beispiel bei «reign» – übersetzt etwa «Herrschaft».

Ein neues Kinderbuch mit dem Titel «P is for Pterodactyl»  macht sich über englische Wörter mit stummen Buchstaben und bizarren Schreibweisen lustig.

Anzeige

10 Richtig buchstabiert und trotzdem falsch gesprochen

Weit verbreitete Aussprachen können völlig falsch sein. Zum Beispiel wird «mischievous» oft «miss-chee-vee-us» ausgesprochen, doch richtig wäre «miss-chiv-us». Übersetzt bedeutet das Wort etwa «boshaft» oder «mutwillig».

11 Selbst Muttersprachler verwechseln Wörter

Selbst englische Muttersprachler verwechseln oft Wörter wie «who» und «whom». Hier ist ein Trick, wie Sie sich merken können, wann welches Wort benutzt wird:

Wenn Sie das Wort mit «he», «she» oder «they» ersetzen können, benutzen Sie «who». Als Beispiel: «Who wants to go to the park? He/She/They want to go to the park.» Übersetzt: «Wer möchte in den Park gehen? Er/Sie/Sie will/wollen in den Park gehen.»

Wenn Sie das Wort mit «him», «her» oder «them» ersetzen können, benutzen Sie «whom». Als Beispiel: «Whom did you see in the park? You saw him/her/them.» Übersetzt: «Wen habt ihr im Park gesehen? Ihr habt ihn/sie/sie gesehen.»