Als Verwaltungsratspräsident der milliardenschweren Cofra Holding in Zug steuert C&A-Primus Erik Brenninkmeijer seit Jahren das prosperierende Portfolio des traditionsreichen Kleiderclans aus der Zentralschweiz. Persönlich zügelte der Mittfünfziger allerdings gerade vom steuermilden Ägerisee in den Kanton Zürich. Private Angelegenheiten kommentiert die niederländische Sippe mit deutschen Wurzeln seit je nicht. Der Umzug des unternehmerischen Oberhauptes der Brenninkmeijers an den Albis signalisiert allerdings, dass ein günstiger Steuerfuss nicht für alle reichen Ausländer der ausschlaggebende Faktor für die individuelle Niederlassung ist.

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Nachdem die Zürcher Stimmbürger für die Abschaffung der Besteuerung von Ausländern nach dem Lebensaufwand votiert hatten, wurde mit massenhaftem Wegzug von Pauschalbesteuerten gerechnet. Die Brenninkmeijers bewerten jedoch augenscheinlich den eigenen Wohlfühlfaktor höher als gesparte Steuerrappen. Patrick Brenninkmeijer zum Beispiel, an Eriks Seite im Verwaltungsrat bei der Cofra, residiert schon lange an der Goldküste im Kanton Zürich. Und Marcel Brenninkmeijer, Chef der familieneigenen Beteiligungsfirma Good Energies, versteuert in Arlesheim BL.

Vermögen: 10–11 Milliarden