Für die Italiener soll es künftig günstiger werden, per Karte oder Handy zu bezahlen als in bar. Dies sieht eine Bestimmung im neuen Haushaltsentwurf vor, mit der die Regierung im Kampf gegen die Steuerhinterziehung den Gebrauch des Bargelds einschränken will.

Demnach ist ein «Superbonus» geplant, der Anfang 2021 an Konsumente ausgeschüttet würde, die mit «nachverfolgbaren», also elektronischen Zahlungsmitteln eingekauft haben.

Zugleich sind Sanktionen gegen Geschäfte vorgesehen, die sich weigern, Kredit- oder Geldkarten anzunehmen. Zum Umfang des Bonus machte die Regierung noch keine Angaben, laut Medien sind es drei Milliarden Euro.

Kampf gegen Steuerhinterziehung soll die Kasse füllen

Der Haushaltsentwurf 2020 war vom Ministerrat in der Nacht zum Mittwoch verabschiedet worden. Italien hatte ihn bis Dienstagabend an die EU-Kommission übermitteln müssen.

Die Regierung Conte plant unter anderem 7,2 Milliarden Euro Mehreinnahmen durch einen effizienteren Kampf gegen die Steuerhinterziehung.

Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte und Finanzminister Roberto Gualtieri nach der Kabinettssitzung vor der Presse erläuterten, soll die Obergrenze für Barzahlungen in Italien für die nächsten zwei Jahre von bisher 3'000 auf 2'000 Euro gesenkt werden. Danach soll sie auf 1'000 Euro sinken.

(sda/mbü)

Wertschriftendepot und Online-Trading zu Top-Konditionen

Nur 29 Franken pro Transaktion. Zugang zu allen wichtigen Börsen. Online- und Mobile Trading direkt aus cash.ch

Jetzt Trading-Konto eröffnen
Wertschriftendepot und Online-Trading zu Top-Konditionen
Anzeige