Charlene L. de Carvalho-Heineken | VD

Brauerei
5–6 Milliarden

Eine Liebe ihres verstorbenen Vaters Alfred H. («Freddie») Heineken (1923–2002) teilt Tochter und Alleinerbin Charlene Lucille de Carvalho-Heineken offensichtlich nicht: Die Oldtimer-Sammlung des Seniors, 14 alte amerikanische Strassenkreuzer, gab sie gleich unter den Hammer eines Auktionators bei Christie’s. Eingestiegen ist die 49-jährige Mutter von fünf Kindern aber selbstredend inzwischen als Präsidentin des Verwaltungsrates (mit Einzelunterschrift) bei der L’Arche Holding in Sitten VS.

Diese grosse Unbekannte steuert im wahrsten Wortsinn die drittgrösste Braugruppe der Welt aus dem Wallis. Und wie der Vater domiziliert sie – steuertechnisch – im Waadtland. Die Kerndaten der Heineken-Gruppe entwickelten sich im Jahr eins nach dem Patriarchen erfreulich: Der Weltmarktanteil liegt
stabil bei sieben Prozent.

Athina Onassis | VD

Reederei
4–5 Milliarden

Die Jagd auf dem Boulevard ist freigegeben. Nachdem Milliardenerbin Athina Onassis ihren 18. Geburtstag gefeiert hat, lauern die Paparazzi. An schlüpfrige Schlagzeilen der Yellow Press, garniert mit freizügigen Fotos, wird sich die – erblondete – Enkelin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis gewöhnen müssen. Die Leser auch. Beispiel: «Wie schmeckt der Kuss eines 7,5-Milliarden-Euro-Mädchens?», fragt «Bild» und zeigt den Teenager in intimer Umarmung mit einem (noch) verheirateten brasilianischen Reiter. Auf jeden Fall übertrieben ist die Vermögensangabe. Doch auch mit der Hälfte von 7,5 Milliarden
Euro zählt Athina Onassis zu den Superreichen.

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Traudl Engelhorn | VD

Beteiligungen
3–4 Milliarden

Die Wahlwaadtländerin Traudl Engelhorn fördert auf simple Art höchst effektiv wissenschaftliche Hoffnungsträger in den Lebenswissenschaften, Biotechnologie und Gentechnik. Befreundet mit renommierten Hochschullehrern wie den Nobelpreisträgern Manfred Eigen oder Robert Huber, lässt sich die gebürtige Österreicherin aus deren Doktorandenschar die Höchsttalentierten nennen – und finanziert diesen viel versprechende Forschungsarbeiten. Die auch nach ihrem verstorbenen Mann benannte Peter und Traudl Engelhorn Stiftung wird gespeist aus dem 16-Milliarden-Franken-Erlös, den der Engelhorn-Clan beim Verkauf seiner Pharma-Familienfirma Corange an die Basler Roche kassierte.

Heidi Horten | TI

Beteiligungen
3–4 Milliarden

Madeleine Schickedanz Herl | GR

Handel
2–3 Milliarden

Die Spuren der Quelle-Versandhauserbin Madeleine Schickedanz Herl im Bündnerland werden deutlicher. Neuerdings taucht im Aktionärsbuch von Europas grösstem Waren- und Versandhauskonzern KarstadtQuelle (über 25 Milliarden Franken Umsatz) eine Grisfonta aus Landquart GR mit einem Anteil in Höhe von 2,604 Prozent auf. Bei einer Börsenkapitalisierung des M-DAX-Unternehmens in Höhe von rund 4,5 Milliarden Franken entspricht allein dieses Päckchen einem Wert von mehr als 100 Millionen Franken. Das ist jedoch nur die Portokasse. Madeleine Schickedanz Herl kontrolliert mehr als ein Drittel des Handelsriesen. Ehemann Leo Herl präsidiert in St. Gallen den Verwaltungsrat der Schickedanz International.

ESTHER GRETHER | BS

Pharma | Kosmetik | Kunst
700–800 Millionen

Bei der Familie Grether übernimmt allmählich die nächste Generation das Ruder: Esther Grether (Bild, mit Tochter Susanne), Chefin des Basler Kosmetik- und Pharmaunternehmens Doetsch Grether und passionierte Kunstsammlerin, übergibt die Geschäfte an ihre Kinder. Die 31-jährige Tochter Susanne, studierte Psychologin und Mutter zweier kleiner Kinder (ein und zwei Jahre alt), ist schon seit Jahren im Familienbetrieb tätig. Sie leitet das Marketing der Gruppe, ist Mitglied des Verwaltungsrates und übernimmt schrittweise die gesamte Geschäftsführung. Esther Grether zieht sich aufs Verwaltungsratspräsidium zurück und bleibt operativ aktiv, «solange meine Tochter mich braucht». Seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes im Jahr 1975 leitet Esther Grether die Geschäfte bei Doetsch Grether.

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Das Unternehmen produziert Eigenmarken (Fenjal, Grether’s Pastilles), aber auch die Nivea-Produkte der Firma Beiersdorf Schweiz, an der Doetsch Grether zu 50 Prozent beteiligt ist. Mit rund 200 Mitarbeitern wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von etwa 100 Millionen Franken erwirtschaftet. Auch Sohn Christoph folgt seiner Mutter nach; er jedoch interessiert sich vor allem für Kunst und verwaltet und erweitert die wertvolle Kunstsammlung der Familie. Esther Grether ist Aktionärin der ersten Stunde bei der Swatch Group. Sie hält vier Prozent der Aktien von dem Schweizer Uhrenfabrikanten und ist damit nach Nicolas Hayek die zweitgrösste Einzelaktionärin.

Barbara Lambrecht-Schadeberg | VD

Brauerei | Altenheime
600–700 Millionen

Mit ihrem Altenheim-Konzept expandiert die Wahl-waadtländerin Barbara Lambrecht-Schadeberg verstärkt in die alte Heimat Deutschland. Der Nova-Vita-Premiere in Montreux VD folgen Eröffnungen in Berlin, Essen und – im kommenden Januar – in der früheren Bundeshauptstadt Bonn. Gespeist wird das Füllhorn der 68-jährigen Juristin jedoch nicht aus Wohnbeiträgen von Senioren, sondern aus einer ererbten Quelle, einem 50-Prozent-Anteil an Krombacher, der erfolgreichsten deutschen Brauerei. Gegen den generellen Branchentrend flutete die Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG im ersten Halbjahr 2003 wiederum ein Mehr von 180 000 Hektolitern (plus 74 Promille) auf den Biermarkt.

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Julie-Mathilde Boehringer | A

Pharma
500–600 Millionen

Den Gesamtwert der grössten deutschen Pharmafirma beziffern Analysten mit rund 20 Milliarden Franken. So gesehen müsste Julie-Mathilde Boehringer als Milliardärin aufgeführt werden. Doch die selbst zwar kinderlose 77-jährige Erbin, durch Heirat mit dem Schweizer Bürgerrecht gesegnet, soll längst begonnen haben, ihren einst zehnprozentigen Anteil der Boehringer-Ingelheim-Gruppe auf die Neffen zu übertragen. Der letzte verbliebene reine Familienbetrieb unter den grossen Medikamentenmultis schlägt sich überaus
erfolgreich und verdiente zuletzt bei 7,6 Milliarden Euro Umsatz stolze 1,1 Milliarden Euro.

Hortense Anda-Bührle | ZH

Technologie | Private Banking
300–400 Millionen

Die Industrielle und Kunstmäzenin Hortense Anda-Bührle kontrolliert zusammen mit ihrem Sohn Gratian die Familienholding Ihag. Diese ist zu 29 Prozent am Technologiekonzern Unaxis beteiligt. Nach einem tüchtigen Abschreiber im Jahr zuvor hat sich der Wert der Beteiligung stabilisiert. Dennoch kommt Unaxis nicht zur Ruhe: Die Minderheitsaktionäre des IT-Ausrüsters Esec in Cham, der zu 57 Prozent Unaxis gehört, haben eine Sonderprüfung angekündigt, weil sie sich bei der geplanten Fusion mit Unaxis übergangen fühlen. Zum Besitztum der Familie gehören neben dem Unaxis-Paket auch die Privatbank Ihag sowie Ländereien und Hotels im Tessin.

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Carolina Müller-Möhl | ZH

Beteiligungen
300–400 Millionen

Neue Besen kehren gut. Seit Jahresbeginn stellt Beat Näf bei der Müller-Möhl Group (MMG) alle Assets auf den Prüfstand. Der Abschied bei Arbonia-Forster und der Ausstieg bei COS verwundern aus dieser Blickrichtung nicht. Beim Heizungs- und Sanitärhersteller Arbonia hat Edgar Oehler die Mehrheit übernommen und kein Hehl daraus gemacht, wer im Hause künftig allein das Sagen haben werde – eine wenig verlockende Perspektive für jeden Minderheitsaktionär. Für den Verkaufserlös, den Müller-Möhl bei COS vereinnahmen konnte, sieht Stratege Näf gleichfalls «bessere Anlagemöglichkeiten».

Das Anziehen des AscomKurses sorgte innert Jahresfrist für eine Wertverdoppelung auch für den massgeblichen Anteilseigner MMG. Allerdings hängt der Ascom-Titel im Fünfjahresblick auf niedrigem Niveau. Vorläufig noch, denn Näf ist sicher: «Der Turnaround ist auf gutem Wege.» Mit Recht zufrieden zeigen sich Carolina Müller-Möhl und ihr CEO mit den beiden weiteren substanziellen Minderheitsbeteiligungen, beim Hersteller künstlicher Knie- und Hüftgelenke Medica und bei der nicht kotierten, «äusserst positiven» Diethelm Keller Siber Hegner.

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Else Noldin | ZG/ZH

Immobilien
300–400 Millionen

Wichtig sei ein guter Unterhalt der Liegenschaften, sagt Else Noldin und fügt unternehmungslustig an: «Wenn sich etwas Gutes anbietet, greife ich auch zu.» Seit dem Tod ihres Gatten Max vor 23 Jahren behauptet sich die vife Unternehmerin im fortgeschrittenen Rentenalter in der Männerdomäne Immobilien. Die Noldin-Gruppe, zu der ausser Baunebenbetrieben eine Finanzierungsgesellschaft gehört, besitzt mehrere Hundert Wohnungen im Raum Zürich und in Toronto.

Carla Maria Schwöbel-Braun | LU

Medizinaltechnik
300–400 Millionen

Am Beispiel der Luzernerin Carla Maria Schwöbel-Braun wird deutlich, wie theoretisch Vermögensranglisten sind. Das «Manager Magazin» beziffert den Wert der Familienfirma B. Braun Melsungen mit mehr als fünf Milliarden Franken. 29 000 Beschäftigte in über 50 Ländern fertigen gegen 30 000 Artikel für den Gesundheitsmarkt. So ist B. Braun der weltgrösste Hersteller von chirurgischen Instrumenten, produziert in der Schweiz zum Beispiel Desinfektionsmittel und Spritzen. Doch würde ein Konzernumsatz von etwa vier Milliarden Franken einen Verkaufserlös von fünf Milliarden bringen?

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Wie realistisch solche Zahlenspielereien sind, wäre nur bei einem Verkauf nachprüfbar. Doch einen Ausstieg der Familie wird es nicht geben. «Wir sind und bleiben ein reines Familienunternehmen», beschreibt die Schweizer B.-Braun-Statthalterin Carla Maria Schwöbel-Braun. Mit ihrem Mann Eckhard Schwöbel hat sie die eidgenössischen Betriebe in drei Jahrzehnten auf 800 Arbeitsplätze aufgebaut; und dabei so tiefe Wurzeln geschlagen, dass die Familie 1989 das Bürgerrecht von Luzern erwarb.

Eliette von Karajan | GR

Musikgeschäft
300–400 Millionen

Wohl der Dame, die Schmuck für drei Millionen Franken im Handtäschchen spazieren tragen kann! Eliette von Karajan, Witwe des Dirigenten Herbert von Karajan, büsste Preziosen in nämlichem Wert ein, als sie in Nizza «nach allen Regeln der Kunst ausgeraubt wurde». So schildert Ewald Markl, Madame von Karajans neuer PR-Beauftragter, den Beutezug. Doch nicht der materielle Schaden trifft das Opfer, sondern dass «Erinnerungen an Herbert» in Form von Ringen wie auch Colliers verloren gingen. Die Räuber sind zwar gefasst, das Diebesgut aber weitgehend unauffindbar. Vielleicht tröstet, dass zu Weihnachten in St. Moritz «die erste CD mit einem Foto des Ehepaares von Karajan auf dem Cover» (Markl) unterm Baum liegt.

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Ursula Wirz | BE

Druckmaschinen
200–300 Millionen

73-jährig und kein bisschen müde: Ursula Wirz, Besitzerin des Maschinenherstellers Wifag, agiert als Geschäftsführerin und VR-Präsidentin. Die Wifag-Gruppe beschäftigt 1400 Mitarbeiter, wobei das Mutterhaus mit seinen 800 Mitarbeitern der viertgrösste Druckmaschinenhersteller der Welt ist. Weltblätter wie «Le Monde» oder NZZ setzen auf die Wifag.

NICOLA FOULSTON | VD

Beteiligungen
100–200 Millionen

Nicola Foulston darf man getrost noch immer eine Powerfrau nennen. In Mürren im Berner Oberland geht die gebürtige Engländerin bei Extremsport-Events – als Mitglied des Teams Eiger Guesthouse – an den Start. Dabei wirkt ihr Umzug von der Britischen Insel an den Genfersee auf dem Papier wie ein Wechsel in den Ruhestand. In England nämlich führte die Millionenerbin bis vor drei Jahren auf spektakuläre Art die Geschäfte der weltberühmten Autorennstrecke Brands Hatch. Den Rundkurs hatte sie geerbt, als Vater John Foulston, ein erfolgreicher Industrieller im boomenden Computerbusiness, 1987 tödlich verunglückte – auf seiner eigenen Rennbahn.

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Die Wahlschweizerin, damals gerade 20 Jahre jung, übernahm das Steuer. Den väterlichen Anteil an Atlantic Computers verkaufte sie bald, für umgerechnet rund 80 Millionen Franken. Unter dem Markennamen Brands Hatch Leisure Group dirigierte sie souverän den Kreisverkehr auf insgesamt vier Rennbahnen. Allerdings hatten die Konkurrenten aus Silverstone ihr die Formel-1-Rechte für Britannien abgejagt. Mit Impresario Bernie Ecclestone und dessen Formula-One-Management feilschte die clevere Erbin um die Rückkehr des Rennzirkus nach Brands Hatch, stiess dann aber die komplette Leisure Group ab an den US-Werbegiganten Interpublic Group (IPG) beziehungsweise dessen Sporttochter Octagon (Motorsport). Dafür löste sie, vorsichtig geschätzt, weitere 70 Millionen Franken. In Montreux VD richtete sie zusammen mit ihrem Partner Richard Green eine F&G Venture Capital ein.

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HUBERTINE RUDER-UNDERBERG | ZH

Spirituosen
100–200 Millionen

Als Powerfrau entpuppt sich Hubertine Ruder-Underberg immer wieder aufs Neue: Kaum zum vierten Mal Mutter geworden, sass die Präsidentin des Verwaltungsrates der internationalen Underberg-Dachgesellschaft im zürcherischen Dietlikon bereits wieder an ihrem Schreibtisch. Gemeinsam mit ihren Eltern, Emil und Christiane Underberg, dirigiert die promovierte Mikrobiologin das weltweit agierende Spirituosenunternehmen mit über tausend Mitarbeitenden und gegen einer Milliarde Franken Verkaufserlösen. Eine Fulltime-Funktion bei der Holdinggesellschaft plus die Leitung des (sechsköpfigen) Haushalts? «Ich habe gern sieben Sachen gleichzeitig am Hals», geniesst die 41-Jährige ganz augenscheinlich die Doppelbelastung. Gemahl Franz Ruder sorgt für Entlastung – daheim und in den Betrieben.

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Obwohl neben der Stammmarke, dem Kräuterschnaps Underberg, verschiedene Bestseller wie Asbach, Grasovka-Wodka aus Polen oder Schlumberger-Sekt aus Österreich zum Verkaufssortiment zählen, pflegt die Konzernchefin besonders eine Produktion in der schweizerischen Wahlheimat: die traditionsreiche Kirschbrand-Destillerie Arnold Dettling in Brunnen SZ. Seit 1867 ausschliesslich auf den Kirschbrand spezialisiert, sammelt Dettling reihenweise Goldmedaillen und Vignetten beim Schweizer Schnaps Forum oder der Destillata in Wien, seit Underberg in der Produktion am Vierwaldstättersee Regie führt. Für (zahlungskräftige) Kunden der Edelkirschbrände lanciert Dettling rechtzeitig zum Weihnachtsfest Liebhaberstücke, nämlich limitierte Kirschbrand-Spezialitäten in Kristallkaraffen.

Ute Funke | VD

Hotellerie
100–200 Millionen

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«Lausanne Palace»-Hotelchef Jean-Jacques Gauer steht oft (und gern) im Rampenlicht als Chairman der noblen Herbergenorganisation The Leading Hotels of the World. Nur wenn er über die Besitzer des Fünf-Sterne-Hotels spricht, bleibt er vage: eine deutsche Familie. Die Grande Dame des «Palace» heisst Ute Funke, Tochter des (verstorbenen) Ruhrgebiet-Zeitungskönigs Jakob Funke. Die Wahlwaadtländerin hatte das Erbe an ihre Schwestern verkauft – und einen Teil des Erlöses für das «Palace» spendiert.

Christiane Leister | OW

Kunststoffbearbeitung
100–200 Millionen

Christiane Leister fühlt sich wohl in Obwalden. Auch weil die Inhaberin der Leister Process Technologies dort vor massenmedialer Neugierde geschützt ist. In Sarnen und Umgebung gehört die Chefin von mehreren Hundert Angestellten allerdings zu den bekannten Figuren. Deswegen ist es dort auch ein offenes Geheimnis, dass Leister nach einem spektakulären Neubau für ihr Hightechunternehmen nun auch für sich eine angemessene Bleibe schaffen will.

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Simone Maag de Moura Cunha | BE

Beteiligungen
100–200 Millionen

Im dreijährigen Börsencrash sausten auch die Straumann-Aktien nach unten. Doch der Dentalimplantate-Hersteller zeigte letztlich bemerkenswerten Biss: In den letzten zwölf Monaten kletterte der Kurs um nahezu 30 Prozent. Das dürfte nicht nur Grossaktionär Thomas Straumann freuen, sondern auch seine Schwester Simone Maag de Moura Cunha, die 6,3 Prozent am Unternehmen hält.

Fanny Rodwell | VD

Verlagswesen
100–200 Millionen

Fanny Rodwell, Witwe und Alleinerbin von Georges Rémi, bekannt als Hergé, wohnt seit über zehn Jahren in den Waadtländer Alpen. «Wir sind hier glücklich», meint Nick Rodwell, ihr heutiger Gatte. Die Abenteuer-bücher von Tim und Struppi, dem kleinen Reporter mit der Haartolle und dem kleinen Hund, verkaufen sich anhaltend gut. Insgesamt dürften mehr als 200 Millionen Bücher abgesetzt worden sein.

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Elisabeth Salina Amorini | GE

Warenkontrolle
100–200 Millionen

Schon als Kind begleitete Elisabeth Salina Amorini ihren Vater Grégoire Salmanowitz in die Société Générale de Surveillance (SGS). Das weltgrösste Zertifizierungs- und Inspektionsunternehmen war von ihrem Grossvater Jacques gegründet worden. Elisabeth Salina Amorini stieg bis zur VR-Präsidentin und Delegierten auf. Bis die Firma in die Krise rutschte: 1999 verweigerten die Aktionäre Elisabeth Salina Amorini die Entlastung, 2001 wurde sie abgesetzt. Die Familie Salmanowitz ist nur noch mit fünf Prozent beteiligt.

Stefanie Simon | VD

Pharma
100–200 Millionen

In amtlichen deutschen Statistiken wird der Anteil von Stefanie Simon an der Schwarz Pharma mit 11,1 Prozent angegeben. «Es ist etwas weniger», erklärt Firmensprecherin Antje Witte. Richtig, die Familie Schwarz-Schütte, zu der die Wahlwaadtländerin Simon gehört, hat im vergangenen Jahr ein bisschen Kasse gemacht – knapp 90 Millionen Franken für fünf Prozent der Firmenanteile.

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