Wer sich schon immer einmal wie im Palast der Eiskönigin fühlen wollte, sollte der Icebar im Index einen Besuch abstatten. Die Kühlkammer der Superlative ist ganzjährig geöffnet und bietet neben konstanten -7 Grad Celsius eine von Architekten geschaffene Eiswelt, die den Gast in ihren Bann zieht. Nie war Frieren schöner.

Eiskalt und einmalig – die grösste Icebar der Welt

Schon die Zahlen sind beeindruckend: mit einer Grundfläche von 300 Quadratmeter und einer Deckenhöhe von sechs Meter darf sich die Icebar in der Discothek Index als derzeit grösste ihrer Art weltweit nennen. In Kooperation mit dem führenden Eisarchitekten Europas Christian Funk entstand aus 3500 Eisblöcken mit einem Gesamtgewicht von über 320 Tonnen die Smirnoff Ice Bar. Die Eisproduktion fand in Frankfurt und Berlin statt; 20 Tiefkühlaufliegern brachten die frostige Fracht nach Schüttorf.

Eis, wohin das Auge schaut

Hier ist wirklich alles aus Eis – von den meterdicken Innenwänden über den Tresen bis zur gesamten Inneneinrichtung einschliesslich Bobbahn, Dekoration und zahlreichen Skulpturen. Selbst die Getränke werden den Gästen bei einer Raumtemperatur von -7 Grad Celsius ausschliesslich in gefrorenen Arctic-Eiskuben serviert. Die Kühlanlage mit einer Leistung von 40.000 Watt sorgt dafür, dass in der Bar eine ständige Raumtemperatur von -7 Celsius herrscht. Zudem wurden über 52.000 LEDs verbaut, die den Eispalast zum Strahlen und die Kristalle zum Funkeln bringen.

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Besonders cool: die Indoor-Bobbahn

Die Idee zur Icebar hatte Geschäftsführer Holger Bösch. Nach zwei Jahren Planung und 78 Tagen Bauzeit fand 2006 die Eröffnung statt. Damit ist die Smirnoff Ice Bar in Schüttorf nicht nur die spektakulärste ihrer Art, sondern zugleich eine der ersten überhaupt, die ihre Kälteschleusen für das Partyvolk öffneten. Doch nur Cocktails schlürfen ist hier nicht angesagt, vielmehr ist die rasante Bobbahn, auf der jeder Gast mit einem Schlitten durch einen 35 Meter langen Eiskanal gleiten kann, das Highlight des Eventkonzeptes. Via Webcam wird neben der persönlichen Höchstgeschwindigkeit ein Bild des «Bobfahrers» auf über 30 Screens in allen Räumlichkeiten der Diskothek übertragen. Beliebtes Fotomotiv sind die kleinen und grossen Eisstelen in der Bar, in denen zum Beispiel ein Motorrad oder ein original Formel 1 Frontflügel von Sebastian Vettels Renner eingefroren sind.

Milchig oder klar – auch Eis will gepflegt sein

In einer Icebar ist es eisig, trotzdem verlieren die Eisblöcke ständig an Substanz. Dieser auch Sublimation genannte Prozess beschreibt den Vorgang, wie Eis vom gefrorenen in den gasförmigen Zustand übergeht: Das Eis an der Oberfläche verfliegt regelrecht. Diesem Schwund muss permanent entgegengewirkt werden. In der Praxis bedeutet das: Auf die Blöcke wird in regelmässigen Abständen Wasser aufgetragen, das dann milchig gefriert. Deshalb findet dieses Prinzip auch nur bei den milchigen Eisblöcken Anwendung, nicht bei den klaren. Der Grund: Eis gefriert nur klar, wenn es in Bewegung ist. Die klaren Eiselemente wie die Theke werden deshalb nach circa drei Jahren ausgewechselt. Doch ganz gleich ob milchig oder klar, frieren muss in der spektakulären Eislandschaft niemand. Der Service an der Kälteschleuse hält 500 Polarparkas für die Gäste bereit. Und dann wären da ja auch noch die Drinks...

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Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».