Erst in ein paar Stunden ziehen die Skilifte ihre Passagiere den Hang herauf. Der Snowboarder ist der Einzige, denn er hat die Nacht hoch oben mit seinem Expeditionsschlafsack im selbst gebauten Iglu verbracht. Bald darauf teilen seine Freunde die Leidenschaft und sie bauen mit Säge, Schnee und viel Motivation ihr Iglu-Camp. Diese locken immer mehr abenteuerwillige Einwohner und Bergliebhaber an – und so entstand die Geschäftsidee «Iglu-Dorf» vor 16 Wintern. In der Schweiz ­finden wir seit Weihnachten bis Anfang April Iglu-Dörfer in Davos-Klosters, ­Engel­berg-Titlis, Gstaad, St.Moritz oder Zermatt. Sie sind von aussen kaum ­erkennbar, in weissem Weiss türmen sich die aufgeschütteten Hügel à 9 Meter Durchmesser über die eisige, gleichfarbige Fläche. Innen ist es gleich wohnlicher.

Lichter und Eisskulpturen säumen die weissen Untergrundkorridore von der Lounge bis zu den einzelnen Schlafräumen. Wer es romantisch und feudal mag, bucht die Romantik-Iglu-Suite mit kunstvoll geschnitzten Wänden, Schaffell­untergrund und privatem Jacuzzi unter tausendsternigem Firmament. Aber bereits das Standard-Iglu hat einen offenen Wellnessbereich mit Sauna und Whirlpool, Thermomatten, Expeditionsschlafsäcken, Willkommensglühwein, Käse­fondue und Frühstück im Bergrestaurant. Und wenn es das Wetter zulässt, marschieren die Gäste nachts mit Schneeschuhen durch die weiten Berge. (cor)

www.iglu-dorf.ch Ab 149 Franken pro Person und Nacht.