Wenn Sie in Singapur ein Auto besitzen und fahren wollen, brauchen Sie einiges an Geld: Autofahrer müssen jetzt satte 76'000 Dollar (rund 68'500 Franken) und mehr berappen, um das Recht zu erhalten, dort ein Fahrzeug zu kaufen.

Seit 1990 müssen sich Autofahrer in Singapur um ein «Certificate of Entitlement» (Berechtigungsnachweis) oder eine Quotengenehmigung bemühen, damit sie in dem Stadtstaat einen Wagen führen dürfen. Mit diesem System soll die Zahl der Autos auf den Strassen begrenzt werden, um den Verkehr und die Emissionen zu verringern. Die Lizenzen werden von der Regierung in begrenzten Mengen versteigert, je nachdem, wie viele ältere Autos in Betrieb sind.

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Die Auto-Bewilligung ist oft teurer als das Auto selbst

Im Laufe der Jahre hat das Zehn-Jahres-Zertifikat für den Kauf eines Autos die Fahrer Tausende von Dollar gekostet. Oft bezahlen sie mehr als das Fahrzeug wert ist, das sie besitzen wollen.

Für einen Geländewagen koste das Zertifikat mittlerweile rekordverdächtige 146'002 Singapur-Dollar (rund 96'000 Franken), so «Reuters». Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem Preis von vier Toyota-Camry-Hybrid-Limousinen mittlerer Grösse.

Ein kleines Fahrzeug (ein Auto der Kategorie A) verlange mindestens 76'000 Dollar (rund 68'500 Franken), berichtete «CNN». Die Kategorien basieren auf dem Hubraum oder der Motorleistung. Diese Kosten kommen zum Preis für das Auto hinzu und machen den Besitz eines Fahrzeugs in Singapur für viele unerschwinglich.

Da sich die Nachfrage nach der Corona-Zeit erholt hat, wollen immer mehr Bürger in Singapur ein Auto fahren. Der Stadtstaat ist so klein, dass man ihn in etwa einer Stunde durchqueren kann.

Im vergangenen Jahr lag Singapur zusammen mit New York an der Spitze der teuersten Städte der Welt.