Der Trend zum Konsumverzicht zeigt sich an einer Stelle auf keinen Fall: unter den Schweizer Weihnachtsbäumen. Dort wird Spielzeug liegen, viel Spielzeug und auch nochmal deutlich mehr als im Vorjahr. 385 Franken wird ein Schweizer Haushalt dieses Jahr im Durchschnitt für Lego, Tiptoi und Co. ausgeben.

Im Vorjahr waren es 115 Franken weniger waren, nämlich 270 Franken. Das zeigt eine Studie des Markforschungsinstituts GfK in Bern. Dieses Jahr sieht es anders aus, knapp 6 Prozent aller Familien sind sogar bereit, zwischen 500 bis 1000 Franken auszugeben.

Allerdings steht dahinter nicht zwingend eine Steigerung des Konsums: Eltern oder Grosseltern geben für Geschenke auch darum mehr Geld aus, weil sie häufiger auf hochwertige Qualität achten, so die Autoren der Studie.

Offline und online eingekauft

Einen weiteren vermeintlichen Hype ignorieren die Spielzeugkäufer: Die meisten Käufer greifen zwar im November zu, aber nicht am Black Friday. Den Rabatt-Tag nutzten dieses Jahr nur 13 Prozent von ihnen, um Spielzeug-Geschenke zu shoppen. Im Vorjahr waren es noch 19 Prozent. Das passt ins Bild: Die Kreditkarten glühten am diesjährigen Black Friday ohnehin nur halbwarm.

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Anders als in anderen Bereichen des Retailhandels verliert dabei das stationäre Geschäft kaum an Bedeutung, auch wenn der Online-Handel gewinnt. Zwar erwerben mittlerweile nur noch 30 Prozent der Käufer ihr Spielzeug ausschliesslich in einer Spielwarenfiliale. Die meisten verbinden aber Online- und Offline-Käufe schlicht miteinander, während die Zahl der reinen Online-Käufer kaum zugenommen hat (siehe Grafik).

Schnäppchen haben beim Spielzeugkauf weniger Priorität: Jeder Vierte hat bis zwei Wochen vor Weihnachten noch nichts eingekauft. Wer so kurz vor dem Fest noch shoppen geht, ist laut Studie auch bereit, den vollen Preis zu zahlen - wenn das Gesuchte dann überhaupt noch in den Regalen zu finden ist.

(me/tdr)