Schliessen oder offen lassen? Mark Jacob, Direktor des «Dolder Grand» in Zürich, hat die Restaurants geschlossen und das Hotel offen gelassen. Durchschnittlich 20 Zimmer sind während des Lockdowns belegt – von 175. Die paar we­nigen Gäste essen im Zimmer, in der Lobby oder in der Bibliothek. Rentabel ist das nicht.

Doch Jacob würde wieder so entscheiden: Erstens sei er Hotelier aus Leidenschaft, ganz gleich wie viele Gäste er zu beherbergen habe. Zweitens habe auch Kosten, wer schliesst. Drittens sei Offenlassen «ein Zeichen der Zuversicht». Mit einem Take-away – online bestellen, dann an einem offenen Fenster neben dem Hoteleingang abholen – lastet er die maximal ­reduzierte Küchencrew zusätzlich aus. «Dieser Umsatz hat sich zur sechsstelligen Zahl entwickelt», sagt ­Jacob, «das ist zwar nur ein Bruchteil des normalen Umsatzes, aber mehr, als wir erwartet haben.»