In den angesagten Zürcher Clubs war die Nachricht rasch verbreitet. Martin Gloor, Präsident des Rennvereins Zürich, wurde verhaftet, als er sich über die Dächer davonstehlen wollte. Der Vorwurf lautet auf gewerbsmässigen Millionenbetrug.

So rücken nun auch seine Geschäftspartner in den Fokus. Wie Marcel Maglock, Mitgründer einer Gloor-Firma, einst Ernst-&-Young-Chef und 2005 wegen Insiderhandels zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Oder «Investment Banker» Christian Walliker, der noch im Sommer 2007 von der «Weltwoche» als Held der Branche porträtiert wurde: «ein Energiebündel im Nadelstreifenanzug» mit Bentley-Schlüsselanhänger und Küsnachter Penthouse. Seinen Kunden empfahl er so heikle Investments wie die hoch verschuldete Vanguard AG in Berlin, deren «Fortbestand» laut Prüfbericht gefährdet ist. Im wahren Leben legte Walliker einen Privatkonkurs hin, und im Januar 2010 musste er sich wegen des Verdachts der mehrfachen Geldwäscherei vor Gericht verantworten.

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