Hansjörg Wyss

BE/USA
Medizinaltechnik
9–10 Milliarden

siehe Artikel zum Thema «Top ten»

Rudolf Maag

BL
Medizinaltechnik
1,5–2 Milliarden

Für «sportliche» Aufregung am Basler Rheinknie sorgte der milliardenschwere Baselbieter Investor Rudolf Maag. Im Mai dieses Jahres outete sich Maag als veritabler Geldgeber des Eishockey-Clubs Basel. «Ich investierte einen hohen einstelligen Millionenbetrag», diktierte er einem Journalisten ins Heft. Bevor er seine Spendierfreude offen legte, überwies Maag die Gelder zwei Jahre lang im Verborgenen an den Hockey-Club. Ende der Achtzigerjahre kaufte Rudolf Maag den Bereich der Osteosynthese aus dem Institut Straumann heraus. Die daraus hervorgegangene Stratec Medical wurde 1999 mit der amerikanischen Synthes fusioniert. Heute tätigt er seine Investments über die Finanzfirma Varuma, die Start-ups sowie KMUs finanziert. Daneben hält der frühere Eigentümer der Medtech-Firma Synthes-Stratec noch kleinere Aktienpakete an Synthes, Straumann, Actelion und Mikron.

Familie Mathys

SO
Medizinaltechnik
1,5–2 Milliarden

Nach dem Verkauf des Geschäftsbereichs Osteosyntheses (Behandlung von Knochenbrüchen) im August 2003 an das amerikanisch-schweizerische Unternehmen Synthes ist die Familienfirma Mathys auf einen Geschäftsbereich, die Orthopädie (künstlicher Gelenkersatz), zusammengeschrumpft. Statt ehemals 1650 Mitarbeitern stehen nun noch 252 Personen auf der Gehaltsliste, der Umsatz liegt neu bei 55 statt 390 Millionen Franken. Die Familienmitglieder Hugo und Robert Mathys führen nach wie vor die Geschicke des
Unternehmens.

Thomas Straumann

BE
Medizinaltechnik
1,5–2 Milliarden

Viel zu feiern gab es dieses Jahr bei der Medizinaltechnikfirma Straumann. Das 50-Jahr-Jubiläum wurde mit Kundenempfängen in Paris und San Francisco sowie einem Mitarbeiteranlass in Basel gefeiert. Auf das kommende Neujahr ist der Umzug vom Standort Waldenburg nach Basel ins neu erbaute Gebäude angesetzt. Hauptaktionär mit 38,8 Prozent ist Thomas Straumann. Der Enkel des Firmengründers Reinhard Straumann konzentriert sich nach seinem Ausstieg als CEO und Verwaltungsratspräsident auf sein 1998 gegründetes Medizinaltechnikunternehmen Medartis in Basel. Auch wenn Straumann keine Geschäftszahlen nennt: Die Gesellschaft befindet sich auf Kurs. So will Medartis nächstes Jahr den Sprung nach Übersee wagen. Nicht nur auf der Kunden-, sondern auch auf der Lieferantenseite setzt Thomas Straumann auf Optimierung. Er hat sich mit 52 Prozent an der Waldenburger Firma Tschudin & Haid, einem Lieferanten von Medartis, beteiligt. «Wir sind daran, das Unternehmen als Zulieferer für die gesamte Medizinaltechnik-Industrie neu auszurichten», so Straumann.

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Willy Michel

BE
Medizinaltechnik, Kunst, Gastronomie
1–1,5 Milliarden

«Ich bin zufrieden mit dem Börsengang von Ypsomed.» Dazu hat Willy Michel auch allen Grund, das IPO wurde um das 6,6fache überzeichnet. Die gelösten Gelder flossen zu fast zwei Dritteln Willy Michel privat zu, was bei einigen Investoren auf Unverständnis stiess. «Ich habe Ypsomed ausschliesslich aus meiner eigenen Tasche finanziert», liefert Michel die Erklärung. Deshalb wurde vom IPO-Erlös ein Teil dazu benutzt, Darlehen abzustottern. Es bleiben immer noch 200 Millionen Franken von Michel gepumptes Geld in der Firma, günstiges Kapital übrigens: Das Darlehen lässt sich der 57-Jährige mit 0,5 Prozent verzinsen.

Willy Michel ist streng genommen grosszügig zu sich selbst; auch nach dem Going-public bleibt er mit 73,4 Prozent Mehrheitsaktionär bei Ypsomed. Gut investiertes Geld, denn dem Anbieter von Injektions-Pens und Pen-Nadeln wird von Analysten eine erfreuliche Zukunft bescheinigt. Michel selbst erwartet «für die nächsten Jahre ein Wachstum von 15 bis 25 Prozent, wobei der Ertrag überdurchschnittlich steigen wird». Der einstige Chemielaborant ist froh, dass die hektischen Tage des Going-public vorüber sind. Für seine eigentliche Leidenschaft, das von ihm ins Leben gerufene Franz-Gertsch-Museum in Burgdorf, seine Kunstgallerien und eine von ihm seit Jahren «behutsam aufgebaute eigene Bildersammlung», hat er in den letzten Monaten kaum noch Zeit gefunden.

Familien Haag, Inäbnit

BE
Medizinaltechnik
1–1,5 Milliarden

«Wir planen kein IPO, auch wenn wir häufig darauf angesprochen werden», konstatiert Walter Inäbnit, CEO und Mitinhaber der Haag-Streit-Gruppe. Dabei deutet die kürzliche Aufteilung der Gruppe ganz auf diesen Schritt hin. So wurde Haag-Streit in eine Industrie- und eine Finanzholding, die auch die Immobilien AG umfasst, aufgeteilt. «Früher wurden wir zweimal die Woche von Investment-Banken auf einen möglichen Börsengang angesprochen. Ich bin froh, dass wir diesen Schritt nicht gegangen sind», so Inäbnit. «Die Aufteilung hatte in erster Linie steuerliche Gründe.» Dabei wäre das 147 Jahre alte Unternehmen ein attraktiver Börsenkandidat. Haag-Streit mit Sitz in Köniz ist spezialisiert auf Messgeräte für Augenärzte, die von rund 850 Mitarbeitern in 100 Ländern vertrieben werden. Zur Diversifikation wurde in den letzten Jahren auch der Geschäftsbereich Pneumologie (Lungendruckmessgeräte) stark ausgebaut. Beispielsweise übernahm Haag-Streit bereits 2003 drei Unternehmen in Frankreich und England, in diesem Jahr wurde eine weitere Firma in England zugekauft.

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Gebrüder Rihs, Beda Diethelm

ZH
Hörgerätetechnik
900–1000 Millionen

Andy Rihs (62), Präsident und Gründer des Hörgeräteherstellers Phonak, präsentierte neue Rekordzahlen bei Umsatz und Gewinn. Doch Rihs meint dazu: «Wir wollen in Zukunft noch besser werden.» Sein ehrgeiziges Ziel ist es, bis Ende des Jahrzehnts den Umsatz zu verdoppeln und im Hörgerätegeschäft zur weltweiten Nummer eins aufzusteigen. Der anziehende Phonak-Aktienkurs hat den Hauptaktionären – neben Andy Rihs Bruder Hans-Ueli sowie Gründerpartner Beda Diethelm – innert Jahresfrist einen Vermögenszuwachs von rund 300 Millionen Franken gebracht. Die drei haben ihren Anteil innert fünf Jahren von über 50 Prozent auf rund ein Drittel reduziert. Dank diesem Abbau könne sich Phonak als echte Publikumsgesellschaft profilieren, erklärt Rihs. Grössere Verschiebungen seien künftig nicht mehr zu erwarten.

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Andy Rihs engagiert sich stark für den Radsport. Als Besitzer des Phonak-Teams erlebte er zunächst eine Serie von Erfolgen, die dann allerdings durch Doping-Schlagzeilen überschattet wurden. Dank seiner Managementerfahrung wisse er jedoch solch turbulente Zeiten zu meistern: «In der Pionierzeit bei Phonak, als wir mehrmals gegen den Konkurs kämpften, habe ich viel dramatischere Zeiten erlebt.» An seinen Plänen will Rihs nicht rütteln: Die Umsätze seines Bikeherstellers BMC will er auf 60 bis 70 Millionen Franken verdreifachen. Dann könne er sich gar einen Börsengang vorstellen.

Carla Maria Schwöbel-Braun

LU
Medizinaltechnik
300–400 Millionen

siehe Artikel zum Thema «Frauen»

Jacques Gonella

BL
Pharma, Beteiligungen
200–300 Millionen

Einschlägige Branchenerfahrung holte sich der promovierte Chemiker zunächst bei Hoffmann-la Roche und dem US-Pillengiganten Pfizer. Seit 1983 ist Jacques Gonella selbstständig – und das mit durchschlagendem Erfolg. Heute präsidiert er unter anderem Antares Pharma, eine an der US-Börse kotierte Gesellschaft, die sich auf innovative Verabreichungsformen wie nadellose Insulinspritzen, spezielle Gels oder schnell zergehende Tabletten spezialisiert hat. Neben einer massgeblichen Antares-Beteiligung hält Gonella knapp zehn Prozent an der britischen SkyePharma und ist über die von ihm beherrschte Permatec Holding in Zug an diversen Start-ups beteiligt.

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