Als Lufthansa-CEO Carsten Spohr bei der Feier zum neuen Lufthansa Logo einen weissen Adidas-Sneaker in die Luft hält, präsentiert er nicht eine «customized» Uniform für die Flugbegleiter, sondern ein besonderes «Geschenk» an die Belegschaft, wie das «Handelsblatt» schreibt. Und diese umfasst bei Lufthansa immerhin rund 130'000 Personen.

Für sie hat Adidas einen Sneaker im Stile des Klassikers «Stan Smith» mit dem neuen Logo der grössten europäischen Airline kreiert. Obwohl der Treter im freien Verkauf bei Sneaker-Fetischisten und Sammlern gut ankommen würde, sind die Lufthansa-Turnschuhe nur für Mitarbeiter in einer limitierten Auflage erhältlich. Zwar hat jeder Mitarbeiter einen Gutschein für den Schuh erhalten, er ist aber zurzeit nur in drei Pop-up-Stores in Deutschland erhältlich. Zudem ist es kein Geschenk im eigentlichen Sinne der Lufthansa, sondern die Mitarbeiter müssen den Schuh regulär bezahlen. Sofern sie ihn überhaupt kriegen. Denn erst ab Sommer können die Lufthansa-Mitarbeiter die Sneaker auch online ordern.

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Erst kleine Auflage der Lufthansa-Sneaker

Das Angebot mit den Sneakers gilt auch für die Lufthansa-Tochter Swiss, wie Mediensprecherin Karin Müller bestätigt. «Derzeit ist nur eine kleine Auflage in drei Pop-Up Stores in Deutschland verfügbar», bestätigt Müller. Etwas weit weg für einen Teil der Swiss-Mitarbeiter. «Online werden sie erst im Sommer 2018 zu bestellen sein», sagt Müller.

Carsten Spohr

Lufthansa-CEO Carsten Spohr.

Quelle: Ulrich Baumgarten/Getty Images

Es ist nicht das erste Mal, dass der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach eine eigene Produktlinie für einen Konzern lanciert – so hat er etwa auch schon für den Autohersteller Porsche Schuhe in einem schnittigen Design entwickelt.

Transportmittel sind gerade en vogue

Will Adidas solche Konzernkooperationen ausbauen und zu einem B2B-Partner werden? Denkbar wäre es, zumindest ist es geschicktes Marketing. Erst vor wenigen Wochen hat Adidas mit einer Kooperation mit den Berliner Verkehrsbetrieben BVG für Aufsehen gesorgt: Dort waren die Schuhe aber nicht nur in den Farben der U-Bahn-Sitzbezüge «gebrandet», sondern sie enthielten auch eine Jahreskarte der BVG. Die Auflage war aber auf 500 Stück limitiert, die Sneaker wurden schnell zu heiss begehrten Sammlerstücken.