Nestlé, die UBS und Zurich sind laut der Beratungsfirma Brand Finance die wertvollsten Schweizer Marken.

Der topplatzierte Lebensmittelkonzern hat seinen Wert im vergangenen Jahr kräftig gesteigert: Nestlé ist neu bei 20,3 Milliarden Dollar eingestuft (+3,4 Prozent). Der Konzern aus Vevey ist damit gleichzeitig die wertvollste Lebensmittelmarke vor dem chinesischen Milchhersteller Yili.

Die wertvollsten Marken
(in Milliarden Dollar, gerundet)

1.   Amazon 221
2.   Google 160
3.   Apple 141
4.   Microsoft 117
5.   Samsung 95
6.   ICBC 81
7.   Facebook 80
8.   Walmart 78
9.   Ping An 69
10. Huawei 65

Swiss Re brilliert

Im Gegensatz zu Nestlé haben UBS und Zurich an Wert eingebüsst. Das gleiche gilt für die weiter hinten im Ranking aufgeführten Credit Suisse, Rolex, Swisscom und ABB.

Verbessert haben sich Swiss Re, Roche, Nescafé und Chubb, ein US-Konzern mit Sitz in der Schweiz. Swiss Re konnte von allen Schweizer Marken am stärksten zulegen, um 27 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Insgesamt haben es elf Schweizer «Brands» unter die 500 wertvollsten Marken weltweit geschafft – am höchsten platziert ist Nestlé auf Platz 81.

Amazon, Google und Apple sind vorne

Angeführt wird das Ranking vom US-Internet-Riesen Amazon - zum dritten Mal in Folge. Dabei durchbrach der Branchenprimus heuer als erster Konzern die Marke von 200 Milliarden Dollar.

Nach einem Plus von 18 Prozent erreichte der Markenwert 220,8 Milliarden Dollar. Damit übertrifft Amazon den Wert von Google mit 60 Milliarden Dollar den von Apple mit 80 Milliarden Dollar.

In Europa mauserten sich vor allem deutsche Unternehmen, an der Spitze Mercedes-Benz. Mit 65 Milliarden Dollar ist der Autobauer unverändert die wertvollste Marke in Europa und verpasste nur knapp die Top 10 der Welt.

eBay büsst Plätze ein

Im Detailhandel zeigte die Entwicklung, dass das Online-Geschäft nicht zwingend zum Erfolg führen muss. Anders als Amazon verzeichnete etwa die Handelsplattform eBay einen Rückgang von neun Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar.

(mbü, mit Material von Reuters)