Uhr bleibt Uhr – aber innerhalb der Rahmenbedingungen gibt es doch die eine oder andere Überraschung. Weniger in Form und Material, mehr im Hinblick auf die Funktionen, mehr beispielsweise aber auch bezogen aufs Zifferblatt. Letzteres trägt rund 80 Prozent zum Gesamteindruck einer Armbanduhr bei. Kein Wunder, dass designbewusste Uhrenmarken ein besonderes Augenmerk auf das Gesicht ihrer Zeitmesser legen. Dreidimensionalität und die Vereinigung ganz unterschiedlicher Handwerkskünste geniessen heute einen hohen Stellenwert. Auf der anderen Seite setzen Hersteller auch ganz bewusst auf Reduktion. Drei Zeiger vor einem eher schlichten, aber dennoch liebevoll ausgeführten Zifferblatt: Das lieben beispielsweise die Kunden in China.

Schiere Grösse wird dort eher kleingeschrieben. Deshalb normalisieren sich zunehmend die Gehäusedurchmesser. Winzig, also 34, 35 oder 36 Millimeter für Herren – das wird wohl so schnell nicht mehr kommen. Solche Dimensionen haben die Damen nun für sich gepachtet. Aber das Spektrum zwischen 38 und 42 Millimeter gewinnt auch bei Männern zunehmend an Bedeutung. Und klassischer Retrolook wird weiterhin seine Position am heissumkämpften Jahrmarkt der chronometrischen Eitelkeiten behalten.

Kurzum:
Die Luxusuhrenbranche bietet vielen etwas. Freilich muss man sich das auch leisten können.