• Motor: 4,4-Liter-V8-Diesel mit Turbolader
  • Leistung: 313 PS / 230 kW
  • Verbrauch: 9,4 Liter (Werksangabe)
  • Beschleunigung: von 0 auf 100 km/h in 7,8 Sekunden
  • Richtpreis: 132 800 bis 170 500 Franken

Wer diese Zeilen regelmässig liest, weiss, dass mein Herz für England schlägt. Lieber London als Barcelona also, lieber die Three Lions als die Equipe tricolore, lieber Oasis (jetzt Beady Eye) als Kings of Leon, Tanqueray als Barolo, Liz Hurley als Christa Rigozzi – und Range Rover über alles. Anglophile werden bemerken, dass da etwas fehlt: die Monarchie. Aber die fehlt nur auf den ersten Blick. Denn mit meiner Zuneigung zum Range Rover gehe ich vor einem König auf die Knie – dem König der Offroader. Ein paar Parallelen zwischen dem Königshaus und dem Range Rover gibt es schliesslich auch. Sowohl die Königin von England als auch der König der Strasse sind seit Jahrzehnten im Amt – Elizabeth II wurde 1953 gekrönt, vor bald 58 Jahren also, der Range Rover ist seit bald 41 Jahren unterwegs. Beide sind stolze Wahrzeichen Grossbritanniens. Und beide wurden in letzter Zeit vermehrt angezweifelt: der Sinn der Monarchie ebenso wie die Berechtigung der Offroader. Doch sie wehren sich: Das britische Königshaus ist dank der bevorstehenden Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton im Hoch, und die Offroader fahren weltweit wieder auf der Überholspur – dies einerseits dank kompakteren Modellen, andererseits dank vernünftigerer Technik. Auf dem Thron. Beispiel gefällig? Während sich mein erster Range Rover mit Jahrgang 1998 und 222 PS rund 22 Liter Benzin auf 100 Kilometer genehmigte, begnügte sich mein Testwagen mit dem neuen 4,4-Liter-V8-Diesel mit maximal 12 Litern. Ging es am Wochenende auf der Autobahn ins Berner Oberland, gab sich das Luxus-SUV mit 313 PS sogar mit 9 Litern zufrieden. Das hat nicht nur mit der Technik zu tun, sondern vor allem mit dem Charakter des Autos. Denn wer sich hinter das Lenkrad eines Range Rover setzt und die Türen schliesst, lässt alle Hektik draussen. Hoch über den anderen Verkehrsteilnehmern thronend, muss sich der Range-Pilot nicht mit Cayenne, X5 und Co. messen, sondern fährt mit der Gewissheit, im edelsten und besten aller Offroader unterwegs zu sein. So wird die Fahrt nach Thun entspannend wie ein Ballonflug über das Mittelland: Kein Lärm dringt in die luftgefederte First-Class-Lounge, der Blick schweift übers moderne Cockpit, und der Alltag zieht langsam unter einem vorbei. Fazit: Der neue Range Rover mit dem V8-Diesel ist grandios. Und da sich die Offroader-Monarchie für die Zukunft wappnet, ist bereits Nachwuchs in Sicht: Evoque heisst der Baby-Range, der im Herbst auch für Bürgerliche erschwinglich sein soll. Da können die Windsors (noch) nicht mithalten. www.landrover.com

Partner-Inhalte