Nicolas G. Hayek

AG
Uhren
2–3 Milliarden

Im Jahr zwei nach der Amtsübergabe kann Nicolas G. Hayek senior zufrieden sein: Zum einen hat er die Ehrenbürgerwürde von Biel erhalten, wo die Swatch Group domiziliert ist. Zum anderen führt nun sein Sohn – natürlich unter den strengen Augen des Vaters – eben diese Swatch Group, den grössten Uhrenhersteller der Welt, mit etwelchen Erfolgen. Davon profitiert auch der Aktienkurs des Unternehmens: Zwei Milliarden Franken ist der 20-Prozent-Anteil der Familie Hayek inzwischen wert. Hinzu kommt die familieneigene, rund 150 Mann starke Unternehmensberatung Hayek Engineering, die eng mit dem Uhrenkonzern verbandelt ist. Sie hat in letzter Zeit besonders viel zu tun, gilt es doch, zahlreiche Abgänge im Topmanagement der Swatch Group zu kompensieren.

Johann Rupert

ZG
Luxusgüter, Tabak, Uhren
2–3 Milliarden

siehe Artikel zum Thema «Luxus/Genuss»

Familie Scheufele

GE
Uhren, Schmuck
1–1,5 Milliarden

Die Familie Scheufele feiert dieses Jahr das hundertjährige Bestehen ihres Uhren- und Schmuckunternehmens. Die Firmengeschichte ist bewegt: 1904 eröffnete Karl Scheufele, der seine Kindheit in einem Waisenhaus verbrachte, im deutschen Pforzheim eine Bijouterie. Zehn Jahre später hat sich der Laden zu einem grossen Unternehmen gewandelt, das bereits 150 Mitarbeiter beschäftigt. Trotz den beiden Weltkriegen entwickeln sich die Dinge so gut, dass der Enkel des Firmengründers 1963 für den Geschäftsbereich Schmuckuhren einen Schweizer Uhrwerkhersteller aufkaufen kann. Seine Wahl fällt auf eine Manufaktur, die am Rande des Konkurses steht: Chopard. Das Unternehmen, das fortan unter diesem Namen geführt wird, gedeiht aufs Prächtigste. Heute leiten Caroline und Karl-Friedrich Scheufele in vierter Generation eine Gruppe, die mit Preziosen und Zeitmessern über 500 Millionen Franken umsetzt und 1250 Mitarbeitende beschäftigt.

Philippe Stern

GE
Uhren
1–1,5 Milliarden

Qualität, Technik, Tradition und Preis. Eine einzige Manufaktur vereinigt gleich alle Superlative der hohen Uhrmacherkunst auf sich: Patek Philippe. Uhren dieser Marke schlagen bei Auktionen alle Rekorde. Philippe Stern (66), Besitzer und Präsident, ist dabei, die Führung des Unternehmens nach und nach an seinen Sohn zu übertragen, genau so, wie es sein Vater vor fast 30 Jahren mit ihm gehandhabt hat.

Familie Mouawad

GE
Juwelen, Uhren, Immobillien
1–1,5 Milliarden

siehe Artikel zum Thema «Luxus/Genuss»

Jörg Bucherer

LU
Uhren, Schmuck
600–700 Millionen

Es kommen wieder mehr Touristen in die Schweiz. Nur zeigen sich diese Gäste lange nicht mehr so spendierfreudig. Vor allem Besucher aus Übersee und Fernost drehen jedes Fränkli zweimal um; der gegenüber wichtigen Währungen starke Franken verteuert das Ferienland zusätzlich. Das bekommt auch der grösste Schweizer Uhren- und Schmuckhändler zu spüren. Zwar liegen die Verkäufe der Luzerner Firma Bucherer leicht über Vorjahr, doch ist der Umsatz immer noch unbefriedigend. Jörg G. Bucherer (68), seit dem Rückkauf der Partizipationsscheine wieder Alleinaktionär der gleichnamigen Firma, gibt keine Zahlen mehr bekannt. Branchenkenner setzen den Bucherer-Umsatz im Bereich von 350 Millionen Franken an; im Spitzenjahr 2000 wurden 518 Millionen vereinnahmt.

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Doch nun soll es wieder aufwärts gehen. Viel erwartet Bucherer von den erleichterten Ausreisebedingungen für chinesische Touristen. Die Luzerner haben sich für den Ansturm gerüstet: Das Verkaufspersonal wurde mittels eines roten Büchleins auf Mentalität und Kultur der neuen Kundenschar eingeschworen. Doch Adelbert Bütler, Direktionsvorsitzender der Bucherer AG, gibt sich realistisch: «Die Chinesen als Kunden sind kein Allerweltsheilmittel für den Schweizer Detailhandel.»

Ernest und Théodore Schneider

BE
Uhren
400–500 Millionen

1979 kaufte Ernest Schneider der Familie Breitling ihre renommierte, jedoch nahezu konkursite Uhrenmanufaktur ab. 25 Jahre später befindet sich das Unternehmen, das von Sohn Théodore geführt wird, fern jeglicher Krise. Die Finanzierung des «Breitling Orbiter», des Ballons, in dem Bertrand Piccard und Brian Jones vor fünf Jahren die Welt umrundeten, hat sich bezahlt gemacht – Breitling erntet noch heute die Früchte dieses Engagements.

Franck Muller und Vartan Sirmakes

GE
Uhren, Schmuck
300–400 Millionen

Happy End in der Seifenoper des Jahres: Nach hastiger Trennung, gegenseitigen Rufmordkampagnen und folgender Prozesslawine haben sich die Uhren- und Schmuckfabrikanten Franck Muller (Bild) und Vartan Sirmakes wieder lieb. Ab sofort dreht das Duo erneut gemeinsam am Rad beim Luxusuhrenhersteller Franck Muller Watchland. In einem Zeithorizont von maximal vier Jahren wollen sie ihr Gemeinschaftswerk an die Börse bringen. Damit könnten der in Istanbul geborene armenische Edelsteinhändler Sirmakes und der geniale Uhrmacher Muller ihren kometenhaften Aufstieg in das Establishment der Schweizer Manufakturen doch noch zu einem krönenden Finale führen.

1991 haben der damals 33-jährige Muller und der zwei Jahre ältere Sirmakes in Genf zusammengefunden und ihre Firma Technowatch angeschoben. Bereits ein Jahr später überraschten sie am Genfer Salon SSIH die Fachwelt mit der Markenkreation Franck Muller. Im Vorort Genthod stampften die Newcomer ein hochmodernes Fabrikgebäude aus dem Boden. Gegen 500 Mitarbeitende montieren dort jährlich mehr als 50 000 Uhren, im vergangenen Geschäftsjahr stellte sich der Umsatz auf 380 Millionen Franken. Mit arabischen Ziffern und auffälligen Gehäuseformen trifft Franck Muller besonders den Geschmack von kaufkräftigen Kunden in den USA und Japan. In diesen beiden Schlüsselmärkten richteten die Genfer Marketingstrategen deshalb auch die Mehrzahl der inzwischen gut ein Dutzend Franck-Muller-Shops ein. Nun wieder versöhnt, dürfte das Duo bis zum Börsengang ausreichend Zeit haben, den durch den lautstarken Streit angerichteten Imageschaden zu reparieren.

Familien Audemars, Piguet

VD
Uhren
300–400 Millionen

Das «Alinghi»-Segelteam 2003 zu sponsern, erwies sich als eine ausgezeichnete Idee. Jedenfalls profitiert Audemars Piguet, die rund 200 Millionen Franken umsetzt, immer noch von ihrem sportlichen Engagement. Deshalb wird der Uhrenhersteller auch beim America’s Cup 2007 dabei sein – allerdings zu deutlich höheren Kosten, wie Firmenchef Georges-Henri Meylan zu verstehen gibt. Durch den Verlust eines der Starbotschafter der Nobelmarke sollten da jedoch die nötigen Mittel frei werden: Arnold Schwarzenegger darf nach seiner Wahl zum Gouverneur von Kalifornien nicht mehr für die Audemars-Piguet-Uhren werben. Dennoch möchte die Nobelmanufaktur eine allerletzte Uhr für den Schauspieler entwerfen – beziehungsweise für Männer seines Kalibers: die Royal Oak Offshore, welche nicht weniger als 550 Gramm wiegt. Ab in den Kraftraum!

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Luigi Macaluso

NE
Uhren
200–300 Millionen

Luigi Macaluso führt mehrere berufliche Leben. In der Wahlheimat Schweiz ist er Uhrenhersteller und Besitzer der Manufakturen Girard-Perregaux sowie Jean Richard. In Italien kennt man den gebürtigen Italiener als Präsidenten des ACI, der italienischen Form des TCS, der sich vor allem durch die Organisation von Autorennen hervortut. Auch als Sponsor am America’s Cup bleibt er seiner Passion für starke Motoren treu: Er arbeitet mit BWM Oracle zusammen.

Carlos Dias

GE
Uhren, Schmuck
100–200 Millionen

Die Geschichte der Uhrenmanufaktur Roger Dubuis, die Carlos Dias 1995 gegründet hat, liest sich wie eine Erfolgsstory aus dem Management-Handbuch. Dias beschäftigt fast 300 Mit- arbeiter im Werk in Meyrin. Das Geschäft läuft sehr gut, gemäss seinen Worten vermochte er die Produktion bisher Jahr für Jahr praktisch zu verdoppeln. Das ruft Neider auf den Plan. Doch sogar diese müssen eingestehen, dass der portugiesische Unternehmer, der bereits mit 24 Jahren einen Verlag gegründet hat, ein tüchtiger Geschäftsmann ist. Um seine Uhren als Spitzenprodukte positionieren zu können, hat er die Herstellung pro Modell auf gerade mal 28 Stück limitiert. Jetzt gilt es, den Erfolg der Firma, an der Dias mehr als 90 Prozent hält, zu konsolidieren. Allerdings muss er dies ohne den Vater der Uhrenmarke schaffen; Roger Dubuis ging vor einem Jahr in Rente.

Rolf Schnyder

GE
Uhren
100–200 Millionen

2006 wird die Uhrenmarke Ulysse Nardin ihr 160-jähriges Bestehen feiern – ein sogar für die Uhrenbrache beachtliches Alter. Allerdings kann Ulysse Nardin nicht nur auf goldene Zeiten zurückblicken. Ihre letzte «Wiedergeburt» verdankt die Marke Rolf Schnyder, der sie 1983 der Gründerfamilie für 1,5 Millionen Franken abgekauft hat. Doch zum Kaufpreis gesellten sich hohe Investitionen, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Der Aufwand hat sich bezahlt gemacht: Innerhalb von 20 Jahren hat Schnyder, nicht zuletzt dank der Renaissance der mechanischen Uhr, aus der alternden Manufaktur ein erfolgreiches Unternehmen gemacht. Heute verbringt der Spezialist für Uhrenmarketing, der einst bei Jaeger-LeCoultre debütierte und dann mehrere Jahre in Südostasien lebte, wieder die meiste Zeit in Asien, zusammen mit seiner malaysischen Frau.

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Raymond Weil

GE
Uhren
100–200 Millionen

Die Uhrenmanufaktur Raymond Weil kann bald ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Nach zwei schwierigen Jahren ist Olivier Bernheim, Chef des Unternehmens und Schwiegersohn des bald 80-jährigen Gründers, wieder optimistisch. Bernheim ist davon überzeugt, dass dank der Neupositionierung der Marke in einem höheren Preissegment als bisher das Jahr 2004 eines der besten in der Geschichte der Gruppe wird. Branchenkenner allerdings meinen, dass Raymond Weil nochmals schlechte Resultate einfahren werde.