Ende der 1990er Jahre hatte er seine grosse Zeit: Edward (Ed) Fagan vertrat den Jüdischen Weltkongress im Verfahren um jüdische Vermögen bei Schweizer Banken. Auch Christoph Meili, der als Wachmann in Diensten der UBS Dokumente vor dem Shredder gerettet hatte, nahm er unter seine Fittiche. 62 Millionen Dollar an Honoraren erhielt ­Fagan allein aus den damaligen Vereinbarungen.

Danach ging es bergab. Es gab Untersuchungen wegen Veruntreuung von Klientengeldern. 2008 wurde Fagan in New York, 2009 auch in New Jersey die ­Anwaltslizenz entzogen. In der Zwischenzeit hatte er mit zwar spektakulären, aber wenig erfolgreichen Klagen aufgewartet. So lancierte er im Namen von Bewohnern des verulkten rumänischen Dorfes eine Klage gegen die Produzenten des Films ­«Borat».

Heute lebt er in Boca Raton in Florida und darf nicht mehr als Anwalt tätig sein. Vor Gericht tritt er weiter auf: als ­Kläger statt als Anwalt. So hat er etwa 2019 gegen die Central Bank of Cyprus und andere Geldinstitute Klage wegen Betrugs gegen sich und weitere Partner eingereicht. Das Verfahren ist hängig.

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