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David Gugelmann
Quelle: ZVG

PersonDavid Gugelmann

Cyberattacken bleiben oft lange unentdeckt. Und Eindringlinge können sich zum Teil über Monate an sensiblen Informationen bedienen oder das IT-System eines Unternehmens schädigen. David Gugelmann sorgt dafür, dass solche Bedrohungen schneller als bisher erkannt werden. Mit der Software seiner Firma Exeon Analytics wird der Zeitraum, in dem Angreifer unentdeckt im System bleiben, deutlich reduziert. Heute liegt er teilweise bei erschreckenden 200 Tagen.Die Kernidee für seine Firma hat Gugelmann in seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich entworfen. 2016 folgte die Ausgründung des ETH-Spin-offs. 2015 wurde er zusammen mit Fabian Gasser und Bernhard Ager, beide ebenfalls von der ETH, sowie Vincent Lenders von Armasuisse an der «Digital Forensic Research Conference» in Dublin ausgezeichnet. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von ETH und Armasuisse skizzierten die vier eine neuartige Methode für die forensische Analyse von Netzwerkverkehrsdaten als Mittel gegen moderne Bedrohungen im Cyberspace.Gerade ist Gugelmann dabei, das Wachstum seines Start-ups voranzutreiben: neue Kunden, neue Mitarbeitende und eine Verfeinerung seiner Früherkennungssoftware, die wie eine Alarmanlage für Firmen funktioniert. Die grösste Challenge für ihn momentan: das Recruiting. «Meines Erachtens ist eine grosse Herausforderung für die Digitalisierung in der Schweiz, dass die technischen Experten nicht nur sehr rar, sondern auch alle von einem sehr ähnlichen Schlag sind.» Für ihn sei es dringlich, dass auch mehr Frauen in diesen Bereichen ausgebildet würden und mehr Diversität in Digitalisierungsteams geschaffen werde.Würde er selbst in den Bundesrat einziehen, wäre sein wichtigster Schwerpunkt die Datensouveränität, gerade auch aus der Perspektive des Cybersecurity-Experten. «Denn es ist meines Erachtens – gerade auch angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen – elementar, dass wir wissen, wo welche unserer Daten liegen und verarbeitet respektive auch angereichert werden.» Zwar sei es nicht realistisch, dass alle unsere Daten in der Schweiz bleiben; aber gerade deshalb sei eine komplette Transparenz über den Umgang mit ihnen von so grosser Wichtigkeit. «Denn schon heute sind Themen wie Mobbing, Diskriminierung und soziale Überwachung aufgrund von intransparenter Datenverarbeitung von grosser Bedeutung – und werden in Zukunft, leider, bestimmt noch an Wichtigkeit gewinnen.»

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