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Mario El-Khoury
Quelle: Sven De Almeida

PersonMario El-Khoury

Mario El-Khoury (57) ist überzeugt, dass die Schweizer Industrie in einer immer stärker digitalisierten Welt nicht mehr nur auf die Produktivitätsetzen kann, «sie muss selbst auch digitalisiert sein und gleichzeitig so innovativ wie möglich». Nur so könne sie auf dem Weltmarkt nachhaltig bestehen. Und weil sich viele KMUs keine riesige Forschungsabteilung leisten können, ist das CSEM da, ein Forschungszentrum für Technologie, das 1984 ursprünglich als Forschungslabor für die Uhrenindustrie gegründet worden war.

Gut zehn Jahre hat El-Khoury das CSEM geleitet, nun will er weiterziehen – sobald sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin gefunden ist. Unter seiner Ägide hat das CSEM den Personalbestand und den Umsatz um je rund 30 Prozent gesteigert. Heute arbeiten die über 500 CSEM-Angestellten mit Unternehmen verschiedenster Branchen zusammen. Sie forschen etwa in den Bereichen der Digitalisierung, der erneuerbaren Energien oder der Präzisionsfertigung – und auch in den Gebieten der Medizinaltechnik und der Gesundheit, Sektoren, die gemäss El-Khoury von einem tief greifenden digitalen Wandel erfasst werden. Hier war das CSEM etwa bei der Entwicklung der Technologie im intelligenten Armband der Firma Ava beteiligt, das Frauen hilft, ihren Zyklus sowie ihre Gesundheit in allen Lebensphasen zu verfolgen. Ein anderes Beispiel, das der CSEM-Chef nennt, ist Riva Digital, eine App zur Blutdruckmessung. Und natürlich hat das CSEM seine Wurzeln nicht vergessen und begleitet auch die Uhrenindustrie auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter. So war das CSEM an der Entwicklung der ersten mit dem Label «Swiss made» versehenen digitalen Uhr beteiligt. Wichtige CSEM-Elemente in dieser Tissot-Uhr sind etwa das fotovoltaische Zifferblatt sowie das äusserst energieeffiziente Betriebssystem.

Die KMUs müssten sich vom Digitalisierungs-Virus anstecken lassen, sagt El-Khoury. Das ist auch der Grund, wieso er den «CSEM Digital Journey»  Wettbewerb für KMUs lanciert hat, der im Herbst 2020 zum dritten Mal stattfindet. Heuer will das CSEM gar zwei Firmen auszeichnen. Ihr Gewinn: eine technologische Unterstützung durch das CSEM im Wert von je 100 000 Franken, um ein Projekt zur digitalen Transformation durchzuführen.

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