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Portrait of Mark Schneider CEO Nestle
Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

PersonMark Schneider

Bei seinem Ex-Arbeitgeber, dem Gesundheitskonzern Fresenius, hatte sich Mark Schneider (52) einen Namen als «Deal Junkie» gemacht – als jemand, der reihenweise Konzernteile kauft und verkauft. Bei Nestlé bleibt er seiner Reputation treu: Bis 2020, so kündigte er an, wolle er rund zehn Prozent des Umsatzes umschichten, sprich über Zu- und Verkäufe umbauen. Gut möglich, dass er früher fertig wird, denn Schneider legt ein strammes Tempo vor. Im Januar verkaufte er das US-Süsswarengeschäft an Ferrero, im Mai kaufte er von Starbucks das Handelsgeschäft und kündigte an, Starbucks-Kapseln für Nespresso-Maschinen zu lancieren, im September schloss er den Verkauf des US-Lebensversicherungsgeschäfts ab und kündigte die strategische Überprüfung des Bereichs Hautpflege an – ein Verkauf wird erwartet. All das macht Schneider nicht als L’art pour l’art, sondern um die Basis für mehr organisches Wachstum des 90-Milliarden-Konzerns zu legen. «Wir sind ja schliesslich kein Firmenhändler», sagt er. «Priorität hat die Erneuerung von innen heraus.»

Dem aktivistischen Investor Dan Loeb (er hält mit seinem Hedge Fund Third Point 1,3 Prozent am Nahrungsmittelkonzern) geht das alles noch nicht schnell genug: Er will einen deutlich rascheren Umbau. Schneider lässt sich davon nicht stressen: «Es gibt Investoren, die ein Tempo ohne Hast begrüssen, und es gibt solche, die mehr Tempo möchten», sagte er in einem Interview. «Wir machen das mit Disziplin. Ein Fehlgriff bei einer grossen Akquisition kann viel Gutes zunichtemachen.»

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